sämmtliche Miliz gemustert, und ausserdem fleißig in den Waffen geübt. Sie sind das, was bei uns die Nazional-Garde dritter Klasse ist.
Die meisten Schweizer dienen einige Jahre auswärtigen Staaten, und werden als bekanntlich vorzüglich gute, treue, und tapfere Soldaten, fast von allen Machten als solche besonders geschazt und gesucht, daher denn auch mehrere derselben eigene SchweizerMegimen- ker unter ihren Truppen haben. Geschieht ein Aufge- bot, so werden Lermstaugen auf den Gebirgen angezündet, und in einer Viertelstunde hat jeder Schweizer gerüstet zu erscheinen, wodurch also ein ziemliches Heer in wenig Stunden versammelt ist. —
Die Schweizer haben ihre eigenen kandesgeseze, wornach in allen Gerichtshöfen ausschließlich gesprochen wird; doch haben wieder einzelne Kantone verschiedene Verordnungen unter sich.
Wir gehen nun zur Beschreibung des Kantons Schaffhausen und der dahiee abgebildeten Schweizer- Nazionaltracht aus dem Kanton Schaffhaus-n über, welche uus einen Bauern und eine Bäuerin aus Hallau liefert.
Der Kanton Schaffhausen betragt, seinem Flächeninhalt nach, etwa 8 geographische □ Meilen; in seiner größten Lange halt dieser 7 derselben, und in der Breite nicht viel über 3 Stunden. Die beste Karte davon hak Fel-x Meyer im I. 1685 zu Winterthur gefertigt; diese wurde Ao 1747 von einem Jngeneur Namens A lbertin i zu Zürich in 4Blättern neu bearbeitet, und

