sehr nach. Es bestehen noch mehrere Fehler in der Fütterung, Benuzung, Zucht und Erhaltung des Rind- Viehes, wodurch dieser Nachtheil erfolgt; worunter der Mangel an gehöriger Winter-Fülterung und Heu-Erbau, die Unreinlichkeit in den Stallen, und das zu junge Zulassen der Kühe zu den Stieren, als Hauptgründe angegeben werden. Demungcachtet ist der auswärtige Handel, der aus der Viehzucht entstehet, beträchtlich. Der Käß allein, der jährlich nach Italien gehet, wird auf 3022 Zentner berechnet, die dem Lande gegen 420,020 L- einbringen. Auch Kälber werden sehr zahl­reich ins Ausland verkauft. Ausser diesen gibt es viele Schaafe und Ziegen, welche um so nüjlicher sind, da manche Berghuten sonst gar nicht be« nuzt werden könnten. Die Landzucht der Schafe ist nicht viel größer, als die gewöhnliche in der deut­schen Schweiz. Die Wolle ist nicht besonders fein. Die Schafzucht wäre daher allerdings noch der Ver­edlung fähig, doch ist das Fleisch der Landschafe sehr schmakhaft.

Schweine werden viele gezogen und gehalten. Stein, und Maul-Esel sind hier durchaus einheimisch, und sowohl wegen der Berge, als der wohlfeilen Füt­terung, äusserst nüzlich.

Wegen der Straße über den Eotrhards.Paß wer- den die Maulthiere von Säumern immer gesucht, und gut bezahlt. Ein schöner Maulesel von 4 5 Jah­ren gilt 22 Louisd'or. und drüber. Pferde werden wenige gehalten, und noch weniger gezogen. Sie sind