Geld mit cSrn den Gewerben verdienen, womit die Jnnläuder sich auswärts zu ernähren suchen. - Vor. züglich schlecht sind die Mühlen in diesem Kanton. — Auch ist die Landeskultur bier noch sehr zurük, und dies nicht sowohl aus Trägheit, als aus Mang-l an nöthigen Kenntnissen, und andern Ursachen, d e theile- ln dem Nazional-Karakter, theils in der bisherigen E;>e« hung ihren Grund haben. Hieher gehört die große Auewordeningsliisi des Landvolts, die allzugroß Zerilü- kelung der liegenden Gründe u. d. m. Aug allem vorgehenden «st es leicht zu ermessen, daß der Wohlstand in diesem Kanton nicht b.trachrlich seyn könne. Der Kanton Ticino ist an Größe der vierte, an Bevölkerung der 7U und in Geldbeiträgen der eilfte.
Es giebt weder große Gükerbesizer, noch reiche Kapitalisten, doch ist die Armuth nicht so allgemein und drükend, wie sie gewöhnlich beschrieben wirb. — Zwar hat der Landmann hier strenge Arbeit, und schlechte Kleidung und Kost, doch findet man, Krüppel und Blödsinnige ausgenommen, sehr wenige Bettler; und deren würden noch weniger seyn, wenn die Liebe zum Trunk, und überhaupt heftige Leidenschaften, die den Wernlandern im Allgemeinen gefährlich sind, hier minder herrschend wären.
Die Wohnungen der hohem Bergbewohner sind größtentheils von Holz, und kommen den deutschen Echwelzerhäusern ziemlich nahe; die in den Thälern in dem größer» Theil des Kantons gelegenen Gebäude sind zwar gewöhnlich von Stein, aber mtn< bequem

