und reinlich als die erstern. Das warme Klima und die beständigen Arbeiten, besonders des weiblichen Geschlechts auf dem Felde, machen die Häuser nur zu einem Zufluchtsort, um sich bei ungünstiger Witterung gegen die Strenge der Hize, Kälte oder Nässe zu schü- zcn, daher auch sehr wenig darauf verwendet wird. Die Häuser stehen zusammengedrängt, nur mit etwas Kalk, meist von Thon erbaut, an Bachen, oder an dem Fuße eines Berges. Man sehe das Kupfer Las. IV. Fig. i 2 . Die Hauptzierde der Dörfer machen gewöhnlich die Kirchen. Diese stehen insgemein auf gut gewählten, etwas erhöhten Plazen. Bon FeuerS- brüusten hört man wenig. Die Häuser der Bürger sind sämmtlich von Stein, und waren ehemals mehr gegen die Wärme als gegen die Kalke angelegt. Gegenwärtig werden sie größtentheiis nach deutscher Art eingerichtet, und die Heizöfen verdrängen die Kamine täglich mehr. Auch das Hausgcrälhe wird immer mooerner. In einigen Distrikten sind die Häuser mit Hohlziegeln, in andern mit Schindeln und Steinplatten gedekt; die meisten haben eigene Schöpfbrunnen, obgleich ausserdeme die lausenden Brunnen sehr rar sind. Die Kleidung des Landvolks unterscheidet sich von iener der kleinen Kantone bloß durch Holzschuhex die übrigen Stände kleiden sich meistens nach den französischen Moden, die gewöhnlich über Mailand eingebracht werden. Taf. III. Fig. 8. liefert uns einen Säumer in seiner gewöhnlichen Sommerkleidung. Das weibliche Geschlecht hat sehr viele Eigenheiten in der

