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kandeskleidung, und unterscheidet sich fast in allen Di- strikten. Wir geben dahier Taf. III. Fig. 9. eine ge­meine Bäuerin. Taf. IV. Fig. ,0 eine Müllerin aus Arbedo, und Fig. 11. ein Dauernmadchen aus CtNko- valli. Ihre Tracht ist mcisicncheils sehr bunt, häufig von gestreiftem Zeug, und dem Klima angemessen, ge­wöhnlich sehr leicht. Den größten Theil de? Jahres gehen sie mit bloßen Füßen. Bemittelte und Bürgersleute machen der Mode wegen, wie anderswärts, bedeutenden Aufwand. Des Flors und Schleiers bedient man sich nur in der Kirche. Die Sitten und Lebensart der Einwohner kommen zwar jener der übrigen Schweizer ziemlich nahe, aber sie verrathen doch eine mächtige Einwirkung des italienischen Nazionalkarakcers.

Obgleich äusserst unwissend, ist und bleibt der Ticiner Bauer doch immer schlau und verschmizt; wor- lnnen derselbe seit der Revoluzion noch beträchtliche Dorschritte gemacht hat. Bürger und Bauer sind dem Weine, den sie in ausserordentlicher Quantität ver­tragen können, sehr ergeben, und selbst daS weibliche Geschlecht schweift hierinnen, und in dem Gebrauch geistiger Getränke, öftersaus. Auch dieses Verderben hat während der leztern Kriege weiter um sich gegriffen, da man die ehemals gewöhnliche Sitte, mit warmen Getränken bei Zusammenkünften aufzuwarten, verlassen, und diese sogar für mager und verderbend verschrieen hak. Uebrigenü sind sie auch starke Esser, wo dann br« dem Landmann, Polenta, Kastanien, Movrhirsebrei,

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