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ist der Getreidbau, Roggen und türkisches Korn wird am meisten gezogen, Waizen nicht viel, Gersten noch weniger, Haber aber gar keiner — Winter-Roggen gestaltet eine zweimalige Aernte, welche durchgängig aus Hirsen besieht. — Wenn die Ortschaften in dem Bezirk gar angebaut wären, so würde er sich nicht nur selbst mit Getrcid erhalten, sondern in ergiebigen Iah, ren noch etwas abgeben können. Der Seidenbau würde hier ausscrotdenklich ergiebig seyn, aber die Einwohner beschäftigen sich nur sehr wenig damit. Ein Theil davon wird im Lande selbst verarbeitet, der andere aber geht nach Lugano.
Obst wird in einigen Gegenden mit Vortheil gebaut ; doch trift man an manchen Orten mehr Weiden- als Obstbaume in den Garten an. Eines Theils be- dient man sich derselben zum Binden der Weinreben, andern Theils gewahren sie den Vortheil, daß sie die Maiküfer, die sehr begierig nach ihrem Laub sind, an sich ziehen, wodurch die übrigen Vorhände- nen Obstbaume, von diesem dahier sehr häufigen Un- gcziefcr beinahe jederzeit verschont bleiben. Ueberdics werden Pfirsige in der Gegend von Lugnazo m großer Menge,' von ausserordentlicher Größe und von einem ausnehmenden Geschmack, gezogen, so daß man diese fast nirgends schöner antrifl.
Die Ausfuhr-Artikel sind: Wein, Seide, Vieh, Fische, Butter, etwas Holz, u. s. w. Korn und einige Kleidungsstücke werden dagegen eingeführt. Ihre in- ländischen Industrie-Artikel sind ganz unbedeutend, doch

