Geburto'ort eines gewissen Siro Comi, Archivar dek Universität ju Pavia, berühmt, der einer der vorzüg­lichsten lebenden Schriftsteller Italiens seyn soll.

Der Zirkel Ba lerne, die Hauptstadt gleiches Na­mens, hat ein Kapitel von neun Chorherren, mitEtnjchluß eines Erzpriesters. Der Bischof von Como hak hier e»r Landhaus, und bringt in demselben bisweil n den Herbst zu. ES sind daselbst auch einige Tabakiabriken.

Der Distrikt Caneggio ist unbedeutend. Mug- gio, das in diesem Distrikt liegt, ist das Vaterland des noch lebenden sehr geschazten Baumeisters, Simone Cantoni. Hier werden die Berge schon niedrig, Und sind fast durchaus mit Erbe bedekt. Die Strassen sind zwar nicht neu angelegt, aber dennoch beinahe al­lenthalben sehr gut.

Noch will ich einige Bemerkungen über die T eine« ser im Ganzen hier nachholen. Der italienische Nazi- onal - Charakter spricht sich im Allgemeinen unter diesen Kantons - Bewohnern durchgängig ziemlich stark aus. Ihr Körperbau, ihre Bildung, ihre heftigen Leiden- schaften, ihre Auswanderungssucht, ihre Sitten, Lebensart und Gebräuche, alles verrathen den Italie­ner. In der Liebe sind sie feurig, und nächtliche Be­suche junger Bursche bei den Mädchen, unter dem Na- wen Childgehen, sind auch hier Landcösitte. In der Eifersucht sind sie wie alle Italiener, und ihre Rache ist nicht selten blutig. In der Ebe sind sie streng, und die Männer gewöhnlich wahrhaft despotisch. Ihre Kinderzucht ist rauh, und an manchen Orten wirtlich