Mannes, dessen augenblikliche Bestimmung dann durch Hinzusezung, oder Weglassung des Trauerflors, und der Ueberschlage näher bezeichnet ist: denn bei Leichen dürfen der Trauerflor und die Ueberschlage nie fehlen; bei Kind- taufen hingegen bleibt beides weg, u, d eine weiße Hals« binde mit langer, bis zum Gürtel herabhangender Schleife, vertritt dann die Ueberschlage, wobei die weißen Handschuhe ausser allen Zweifel sejen, daß er die Geburt eines Kindes anzumelden habe. In beiden Fäl- len hält er das Berzeichniß derjenigen in der Hand, de­nen er die Trauer. oder Frcudenpost überbringen soll. Der Ton und die Stimme dieser Menschen »st singend, und die Haltung des Körpers verräth eine pedantische Wichtigkeit. Alles, was zu Leichenbegängnissen gehört, besorgen sie, und reiche, angesehene Leute brauchen bei ähnlichen Besorgungen vier bis sechs solcher Personen. Die hier abgebildete Frau des Weiuzäpfcrs, bedarf keine weitere Erklärung, da ihre Wvhlbelcibtheit, ihr tägli­cher Anzug, und ihre frische Gesichtsfarbe, den guten Zustand ihrer Gesundheit, und ihres Geldbeutels zugleich sattsam beurkunden; und ihre ganze Kleidung übrigens von der gewöhnlichen Tracht wohlhabender deutscher Dürgersweiber wenig abweicht. Aus allem bisher angeführten bestaktlgt sich das, was ich von dem Cha­rakter der Holländer gesagt habe, mehr als hinlänglich.

Ordnung, Reinlichkeitsliebe, Emsigkeit, Handels- geist, und die daraus entspringende lleberschäzung des Gelbes, sind die Grundzüge des holländischen Nazional- Charakters. Unter der traurigen Periode der französi-