gelacht. Daß wir aber euch dabei angesehen haben, hat der liebe Zufall so gewollt.
Da solltet ihr neulich den Unterricht des Großvaters mit angehöret haben, erwiederte Adelheid. Es ist unanständig, sagte er, in Gesellchaften heimlich zu sprechen, oder sich an- zulachen, und dabei einen andern anzusehen: denn der muß in Verlegenheit gerathen, und glauben, daß er der Gegenstand eures Spottes oder eures Gespräches sei.
Emilie. Ja gewiß, es ist sehr unrecht. Doch ich will dir auch sagen, über was wir lachten. Mein Vater setzt immer die Worte: habe ich nicht Recht? zu allem, was er spricht, selbst wenn er unrecht hat, und darüber lacht mein Bruder gewöhnlich gegen mich.
Adelheid. Pfui, über euch Kinder! — Ihr lachet euer« guten Vater aus!
Emilie. Ja, meine gute Adelheid, Wilhelm ist nach der neuen Aufklärung gebildet. Er ärgert sich immer, wenn der Vater so altmodisch sich kleidet und ausdruckt, ja er schämet sich seiner sogar, wenn er mit ihm ausgehen soll. Denn alle Leute sehen ihm nach, und die Straßenbuben necken ihn nicht selten. Da lacht nun Wilhelm beständig die Leute heimlich an, welche ihm begegnen, damit sie sehen sollen, er finde es auch lächerlich, daß sich der Vater so altmodisch tragt.
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