annimmt, so muß er Annehmelehn entricht«». Eben so werden die Edelleute von dem Landesherrn belehnet, wenn sie ein Rittergut kaufen, oder wenn ein neuer Landesherr die Regierung antritt. Nun können wir ungehindert in Rudolph» Geschichte fortfahren. Er besaß also auch einige Guter, deren Lehnsherr der Abt von St. Gallen, oder eigentlich der .-eilig» des Kloster«, St. Gall, war. Weil aber Rudolph aus Trog und einer bittern Feindschaft gegen den Pfaffe» fld) um di» Lehne nicht bekümmert hatte, so zog dieser Abt, Brechtold von Falkenstcin, an die kiburgsche Grenze in seine Stadt Wyl, um Rudclphen mit Kriegrvolke zu überfallen. Kaum hatte der letzte von diesem Vorhaben Nachricht erhalten, als mehrere von seine» KriegSgefa'hrkcn vor Rache und Jörn schnaubend in seine Burg sprengten, und ihm. klagten, daß die Bürger zu Basel einen Aufstand erregt, und mehrere Ritter todtgeschlagen hätten. Rudolph hatte in dieser Stadt, welche von dem Adel, der reichen Bürger wegen, sehr gehaßt wurde, eine Fastnachtslust gehalten. Nach deffcn Abreise mochten die jungen Ritter sich ungebührlich betragen, und den Jörn de« Volkes gereitzt haben, so daß viele den Tag des Auflaufcs nicht überlebten. Der Graf frcuete sich eine Gelegenheit zu finden, bei der er seinen Feind, den Bischof zu Basel, demüthigen könnte. — Aber er hatte schon drei Fehden! Was

