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Kaum war der Kundschafter i» Dresden wieder angekommen, al« ein Kommando Soldaten beordert wurde, den Grafen und den Herr» Lberfischmeister gefangen nach Dre«. den zu bringen.
Eduard. Warum denn den Oberfischmeistcr? Der hat ja nichts gethan!
Pull weiß. Konnte der König ivohl vermuthen, daß der Herr Obcrfischmcister so einfältig gewesen sein, und einen Herumläufer für den Prinzen angesehen haben würde? Man mußte glauben, Günther habe diese Betrügerei begünstiget- Der König befragte selbst das Mädchen, und diese gestand ganz freimüthig ihr Geschlecht und alles, was geschehen war- Hakte sie sich für den Kurprinzen ausgegeben, so würde sie gewiß nach der damaligen Strenge dem Tode nicht entgangen sein; allein der Oberfischmeister niußte selbst gestehen, daß sie immerfort geläugnct habe, der Prinz zu sein. Für seine Einfalt wurde er ausgelacht, und hart genug bestrafet: denn Prinz Lieschen behielt alles, was er ihr geschenkel halte, und außerdem mußte er ihr, für ihre ganze Lebenszeit, täglich einen Thaler zum Unterhalte auszahlen. Aber Lieschen verlor anch ihre Freiheit: das Zuchthaus zu Walsheim wurde ihr zum lebenslänglichen Aufenthalte angewiesen.

