4*9

zu dem menschenleeren, grünen Steige, und erreicht die Heeresstraße, breit und groß.

Betend sinkt sie auf dem Sande nieder: gieb, mein Schöpfer, mich der Mutter wieder! gieb mir einen Labequcll und Brot, steure du mit Allmacht unsrer Noth!

7 -

Ach, da stäubt den Sand zu Wolken wild ein Roß! Freier Herr der tiefverhängten Zügel, schnaubt es über Dämme, Steine, Hügel, und ein giftger Bube von der Schweden Troß sitzt auf ihm, der Menschenliebe fluchend, und der Sachsen blutge Beute suchend,

der das Mordschwert aus der Scheide zieht, als er Berlha'n betend liegen sieht.

6 .

Ha, verruchte, bist du auch ein Sachsenhund? ruft er- Zahle Schwedens blul'ge Zölle, stirb, und fahr mit Sünden in die Hölle!

Doch zum Flehen öffnet Berlha ihren Mund: lagst du je an deiner Mutter Herzen,

Schwede, ach, so fühle meine Schmerzen!

Bei de« Heilands Blute bitt' ich dich, einer Mutter wegen schone mich!

9 -

Doch des Schwedenbubcn rauhe Brust bedeckt