4 »

Der Landfrosch oder Grasfrosch ( Fig, i. ) hat einen braunen ober grauen Rücken, welcher ziemlich flach und einiger Maßen eckig ist. Der Unterleib ist bey dem Männchen graulich weiß , bey dem Weibchen aber gelblich und röthlich braun gefleckt. Die Vorderfüße haben vier freye oder gespaltene, die Hinterfüße aber fünf mit einer Schwimmhaut ein wenig verbundene Zehen; welche Einrichtung der Schöpfer deßwegen gemacht hat, weil diese Thiere sich nicht immer, wie man aus dem Nahmen schließen könnte, auf dem Lande aufhalten, sondern sich auch bisweilen, vornehmlich gegen den Winter ins Wasser begeben, worin ihnen die mit einer Schwimmhaut versehenen Hin­terfüße sehr nützlich sind. Ihr Geschrey, das ungefehr wie Koak, Koak klingt, lassen sie am meisten bey warmen Abenden und Nächten hören. Sie nähren sich von Mücken und verschiedenen andern Insecten-

Sie pflanzen sich durch Eyer fort, welche anfangs klumpenwei> an einander han­gen , und unter dem Nahmen Froschleich bekannt sind. Aus diesen Eyerchen, welche die alten Frösche gemeiniglich nur im Wasser von sich lassen, weil ihre Jungen in den ersten Monathen außer dem Wasser nicht leben können, entstehen kleine schwärzliche und dickleibige Ftschchen, welche nach drey Monaten Hinterfüße , bald darauf auch Vorder­füße bekommen, und ihren Schwanz verlieren, in welchem Zustande sie erst wie Frösche aussehen. Sobald diese Verwandlung, welche sich auch mit andern Fröschen zuträgt, vollendet ist, suchen die jungen Frösche dieser Art aus dem Wasser auf das trockne Land zu kommen.

Der Wasserfrosch QFig. 2.), welchem dieser Nahme deßwegen gegeben worden ist, weil er sich mehr als die vorige Art im Wasser aufzuhalten pflegt, hat einen grüne« mit gelben Strichen gezierten Oberleib, und einen wcisscn Unterleib. Er ist etwas grö­ßer als der Landsrosch, und vorzüglich deßwegen merkwürdig , weil man sich seiner Schenkel und Lenden, die beynahe wie Hühnerfleisch schmecken, sehr häufig zur Speis« bedienet.

Der Laubfrosch QFig. 3.), welcher deßwegen so genannt «lrb, weil er sich gt- melniglich auf den Bäumen unter dem Laube aufzuhalten pflegt, ist kleiner, als die bey­den vorher gehenden Arten, und hat einen glatten, vorn breiten, hinten aber schmalen Körper, schwarze glänzende Augen, einen grasgrünen Rücken und einen weissen Unter­leib, der mit erhöhten dicht an einander stehenden Puncten besetzt ist. Die grüne Far­be des Körpers wird von der weissen durch einen hellgelben Strich abgesoudert. Die Sehen sind gespalten, ohne Schwimmhaut, und mit runden breiten Nägeln besetzt.

Die vornehmste Nahrung dieses niedlichen Frosches bestehet in Fliegen , die er auf den Bäumen mit vieler Geschwindigkeit aufschnappt. Den Winter bringt er unter Her Erde z«, wo er bloß von der Feuchtigkeit lebt. Wenn man ihn in ein Znckerglas