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«ach längerer oder Kürzerer Zeit als vollkommenes Insect ( Tig. c.); einige saugen die Säfte der Pflanzen und Thiere, z. B. die Schmetterlinge, Mücken, andere fressen aber auch, und wachsen wirklich größer, z. B. viele Käfer; die meisten nehmen wenig oder gar keine Nahrung mehr zu sich, leben nur eine kurze Zeit, begatten sich, legen Eyer, und sterben *).

5 SittS wir Menschen nicht fast wie die Insecten beschossen t Lrst lagen wir in den Leibern un­serer Mütter, wie >» ein Grab «erschlossen; nachher wurden wir lebendig gcbohren, lebten bisher, genossen allerhand §rcudcn mit Traurigkeit verknüpft! bald oder spat, aber gewiß gehe» wir ins Grab! und endlich nimmt uns der liebe Gort, wenn wir brav und rechtschaf­fen gelebt haben , ;u sich in den Fimmel , wo es uns sodann auf immer und ewig wohl seyn wird. Raff 8 . 134.

Die Insecten sind billig ein Gegenstand der Verwunderung und des Erstaunens, obgleich der gemeine Mann mit einem Auge der Verachtung über die mehresten dieser Geschöpfe, besonders wenn sie klein sind, hinsiehet, und ihnen den verächtlichen Nahmen Ungeziefer beylegt.

In der Haushaltung der Natur sind die Insecten höchst nöthige Arbeiter; sie verrichten ihre Geschäfte meistens bey Tage, doch auch andere des Abends und bey Nacht, z. D. die Dämmcrungs-und Nachtschmetterlinge, die Wasserkäfer, die Bett­wanzen rc. Durch sie wird vorzüglich das Gleichgewicht zwischen dem Pflanzen.-und Thierreich erhalten. Sie reinigen die Luft, indem einige, wie die Aaskäfer, Raubkäfer, Speckkäfer, Ameisen, Fliegen rc. sich von todten thierischen Körpern nähren, auch kleinere Aeser ganz begraben. Viele Käfer, einige Fiiegenlarvcn leben vom Unrathe anderer Thie­re; die Larven der Holzkäfer rc. durchbohren das faule Holz, und machen, daß es bald in Erde verwandelt wird; die Larven der Mücken reinigen die stehenden und faulen Ge­wässer, und verschaffen ihnen Abzug.

Diele vermindern andere allzuhäufige Insecten, z. B. die Raupentödtcr, Lauf­käfer, Sandkäfer tödtcn die Raupen; die Spinnen, Raubfliegen, Fangheuschrecken fres­sen andere Insecten; die Blattläuse dienen den Sonnenkäfern und einigen Fliegen zur Nahrung, auch bereiten sie die Säfte der Pflanzen für die Ameisen zum Weihrauch, und für die Bienen zum Honig.

Eben so nähren sich sehr viel Insecten, besonders die Larven der Schmetterlinge, viele Käfer, die Heuschrecken, Blattwespen rc. von den Pflanzen, und verhüten also, daß diese nicht die Thiere verdrängen, sie vermindern ins besondere das Unkraut; auch den fruchtbaren Pflanzen und Bäumen nützen sie oft, indem sie die zu häufigen Blät­ter abnagen, so daß die Säfte zur Blüte und Frucht geleitet werben. Auf jeder Pflanze leben Insecten , auf vielen mehr als eine Art, und viele, z. B. die giftigen u. a. un- schinackhafte scheinen bloß für besondere Jnsectenartcn bestimmt zu seyn.