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im Bereiche der Sanitatspolizei und jedenfalls zu rügen. Auch hier hat sich neuerdings der Verein gegen Thierquälerei eine wohlthätige Wirk­samkeit in Abstellung solcher Gefährlichkeiten, vor­behalten.

Husar (5V). Die Husaren sind nach Art der Ungarischen auf eigenthümliche Weise ge­kleidet. Ein Pelz mit Schnuren besetzt hängt über der Achsel, D oll man genannt. Jacke und Beinkleider sind eng und reich mit Schnuren und Borden besetzt. Den Kopf bedeckt ein Ezakow (spr. Tschako) von buntem Tuche. Neben dem Säbel hängt die Säbeltasche mit dem Namens­zuge des Regenten, bestimmt da ihm andere Taschen ganz fehlen Schnupftuch, Tabackpfeife u. dgl. aufzunehmen. Das Pferd des Husaren muß gedrungen, so wie er selbst nicht zu groß, behend und beweglich sein. Die Husaren entstan­den im 15. Jahrhunderte in Ungarn aus der dor­tigen Miliz. Nach einer Verödnung dieser Zeit mußte der zwanzigste Mann in den Krieg ziehen; Husz bedeutet aber 20 und Husar also der zwanzigste Mann, Husaren demnach Zwanziqmän- ner. Im 18. Jahrhunderte wurden in den mei­sten europäischen Armeen Husarenregimentec er­richtet und Friedrich II. mit seinem General Zie- then brachte diese Waffengattung zu hoher Voll­kommenheit, wie sie jetzt besteht.

Hut (58). Vorzugsweise eine Kopfbe­deckung der Männer, von Filz, Fälbel, Bast, Stroh und anderm Stoffe. Die Form ist der Mode gar sehr unterworfen. Schon die Grie­chen trugen einen Hut von gefärbter Wolle, Pi- lion, gewöhnlich auf Reisen und zu Schiffe. Die Römer trugen den Hut Pileus aber auch bei Be­gehung heiliger Gebräuche. Bei ihnen war der Hut ein Zeichen der Freiheit, darum erhielten Sklaven bei ihrer Freilassung einen Hut. Die Hüte von dreieckiger Form erhielten sich bis zur französischen Revolution, von da an kamen die runden Hüte auf. Dennoch herrschten, besonders in Deutschland die dreieckigen Hüte vor, besonders im Militär und machten bei diesem erst nach 1806 und 1807 den Ezakows und Helmen Platz.

Hyacinthe (58). Sie stammt aus dem Oriente und ist eine beliebte und bekannte Zierpflanze, sehr verschieden von Farbe, roth, blau, weiß, gelb rc. und von angenehmem Wohl- geruche. Sie wird sehr häufig angebaut und kommt in fast 2000 Spielarten vor, besonders, wie alle Zwiebelgewächse in Holland und am mei­

sten in der Gegend um Harlem. Eine vorzüg­liche Zwiebel wird dort oft mit 100 Thalern be­zahlt. Sie blüht im Frühlinge und gehört nach Linne in die sechste Klasse.

Hyäne (60). Sie gehört zu den blut­gierigsten Raubthieren, frißt auch Aas, und lebt im Orient und Afrika. Die gestreifte Hyäne ist von widrigem Ansehen, 3^ Fuß lang, 2^ Fuß hoch, lebt am Tage in einsamen Höhlen, geht Nachts auf Raub aus, richtet unter den Heerden großen Schaden an, dringt in Städte und Dör­fer und gräbr sogar Leichen aus. Nur selten greift sie erwachsene Menschen an, gegen welche sie sich überhaupt sehr feig benimmt, da man sie mit einem Stocke scheuchen kann. Gegen Löwen und Tiger vertheidigt sie sich dagegen mit ihrem scharfen Gebisse. Zwischen dem Schwänze und After hat sie eine stinkende Feuchtigkeit, ihr Gang ist etwas hinkend. Jung gefangen und gut be­handelt wird sie zahm und gutmüthig, wie ein Hund, besonders am Tage. Ihr Geschrei gleicht entweder dem Lachen eines Menschen oder ist zu­weilen, besonders Nachts, ein lautes Geheul. Die gefleckte Hyäne am Kap heißt Tigerwolf, man trifft sie am häufigsten in Südasien und Nord- afrika.

I.

Jacobäerin ( 1 ), oder Jacobskraulspin- ner, gehört zu den Schönspinnern, hält sich auf dem Jacobskraute auf, und ist oben stahlgrün mit karminrothen Flecken und Strichen, die Hin- terflügel sind karminroth mit' schwarzem Rande, die Raupe ist schwarz und orangegelb geringelt.

Jäger (2). Unter Jäger versteht man denjenigen, welcher die Jagd betreibt und die dazu nöthigen Kenntnisse besitzt, auch einen sol­chen, welcher die Jagd regelmäßig erlernt hat und zu seinem Gewerbe macht, oder beim Jagdwesen angestellt ist. Die Lehrzeit für einen Jäger­lehrling ist 3 6 Jahr, dann heißt er Jä­gerbursche und kann nun einen Jagdbeamten als Gehülfe dienen. Die

Jagd (3) selbst ist daS Geschäft, wilde Thiere zu fangen oder zu tödten, so wie die Kenntniß davon und die Geschicklichkeit darin. Schon in den frühsten Zeiten wurden die Men­schen zu Betreibung der Jagd veranlaßt, um sich