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vor den wilden Thieren zu schützen und Nahrung und Kleidung zu erwerben. Die ersten Waffen waren die Keule, der Spieß, die Schleuder, die Schlinge, der Bogen. Bei vielen Völkern, be- sonders den allen Deutschen, war die Jagd das Hauptgewerbe und ist cS noch jetzt bei nordasta- tischcn und nordamerikaniscken Völkerstämmen, vorzüglich wegen des Pelzwerks und des Fleisches. Unsre jungen Freunde haben gewiß schon von den gewaltigen Jägern gehört, welche in längstverklun- gencn Zeiten lebten und die sich damals berühmt gemacht, wir meinen den Nimrod, Simson, Her­kules, Theseus rc. In der neuern Zeit hat man das Jagdwesen zu einer eignen Wiffenschaft er­hoben, welche in folgende Haupttheile zerfällt, 1) Jagdzoologie (specielle Naturgeschichte al­ler jagdbaren 4füßigen Thiere und Vögel,) 2) Wildzucht, 3) Wildschutz (Vertilgung der Raubthicre, Aufmerksamkeit gegen Wilddiebe rc)

4 ) Wildjagd oder die eigentliche Jagd. Die Jagd theilt man gewöhnlich in hohe Jagd (Bären, Hirsche, Dammwild, Luchse, Reiher, Kraniche, Auerhühner rc.), in mittlere Jagd, (Rehe, wilde Schweine, Birkhühner, Haselhüh­ner rc.) und in die n iedre Jagd (Hasen, Füchse, Dachse, Schnepfen, Rebhühner rc.) Endlich ist

5 ) Die Wildbenutzung ein Theil der Jagd- wissenschaft. Zum Jagen der Thiere bedarf der Jäger besonders des

Jagdhundes (4), welcher das Wild aussucht und bellend so lange verfolgt, bis der Jager es schießen kann. Hierzu werden sie mit vieler Mühe abgerichtet (dressirt).

Jagiiar ( 5 ) oder amerikanischer Tiger, ge­hört zu dem Katzengeschlechte, ist ungefähr 4 5 Fuß lang und hat ein braungelbliches Fell, wel­ches an den Seilen mit 4 Reihen schwarzer Ringe, in deren Mitte ein schwarzer Punct sich befindet, besetzt ist. Sein Vaterland ist Südamerika. Er ist kräftig und wild und dabei sehr listig und wird fast nur durch einzelne Jäger gctödlet, die sich in Hinterhalt legen.

Jnnjtschar (6) türkischer Soldat. Die Janitscharen (äleni - tsclleri) wurden vom Sultan Murad 1 . ( 1362 ) errichtet und bekamen nach und nach viele Vorrechte, so daß sogar Kaufleute und Bürger sich in ihre Odas (Regimenter) ein­reihen ließen. Ihre Anmaßung stieg jedoch mit der Zeit so sehr, daß, da sie überhaupt oft die Ursache von Empörungen waren, der Sultan Mahmud 1 . ( 1820 ) sich genöthigt sah, ein furcht­bare« Gericht über sie ergehen zu lassen und die­

ses Institut für immer abzuschaffen. Ihre Waffen während des Krieges waren lange Flin­ten, ein kurzer Säbel, ein Gürtel, ein Messer und ein Pistol; in Friedenszeiken trugen sie je­doch nur lange Stäbe. Janitscharenmusik (tür­kische Musik). Unter derselben verstehen wir in der jetzigen Zeit alle lärmenden Instrumente, z. B. Trommeln, Becken, Triangel und Halb­mond ic.

Japaner ( 7 ). Die Japaner sind ein Volk von 30 35 Millionen Seelen und be­wohnen mehre große Inseln an der Ostküste von Asien. Sie sind von starker Körperbeschaffenheit, mittler Größe und von gelblichbrauner Gesichts­farbe; doch sind ihre Augen weniger rund als bei sonst einem Volke der Erde. Ihr Charakter ist kräftig, sie sind fleißig und geschickt, doch dabei gern dem Trunk ergeben und arglistig.

Ibis (8), ein dem Storch ähnlicher Vo­gel, lebt in Egypten vorzugsweise, nährt sich von Schlangen und andern Amphibien und wurde da­her wegen seiner Nützlichkeit von den alten Egyp- tern göttlich verehrt. Er hat die Größe einer Henne, steht auf sehr langen schwarzen Füßen und ist von Farbe weiß, mit röthlich braunem Kopfe, schwarzem Schwänze und Flügelspitzen.

Ichneumon (9). Pharaonsratze, lebt in Egppten, ist ungefähr, ohne den Schwanz 21 Zoll lang und von Farbe grau, soll sich von Krokodileiern nähren, und frißt übrigens Geflü­gel wie unser Marder, aber auch Ratten und Mäuse und wird wegen seiner Nützlichkeit in den Behausungen gehalten.

Jesuit (IO). Die Jesuiten oder Ge­sellschaft Jesu ist ein geistlicher katholischer Orden von Jnigo (Jgnaz) Loyola 1521 gestiftet. Das Ordenskleid besteht in einem langen, schwarzen Rocke und großem Hute. Die Ausbreitung der Kirche war stets ihr Hauptzweck. In neuerer Zeit über viele Länder verbreitet, ist die Erzie­hung der Jugend eine ihrer Hauptbeschäftigungen. Ihr Oberhaupt, welches in Rom seinen Sitz hat, ist der Ordensgeneral, welchem wieder die Pro- vincialen und diesen die Rectoren untergeben sind.

Jgcl (II), ist ein Säugethier, insecten- fressendes Raubrhier und gehört zu den Erdwüh­lern, lebt in Löchern, Hecken und Wäldern in Europa und Asien, sein Leib ist dick mit Sta­cheln und untermengten Haaren bedeckt, dir Schnauze vorstehend, Ohren klein. Die Länge be­tragt höchstens einen Fuß und die Höhe etwa

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