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trägt runde stachelige, viel schwarzen Samen tra­gende Kapseln.

Stechfliege (116) gehört zur Familie der Buschhornfliegen, sieht wie die gemeine Stu­benfliege aus, und ist wegen ihres besonders em­pfindlichen Stichs verhaßt. Ihr kurzer Leib ist von Farbe grau, schwarzbunt, mit gefiederter Füh­lerborste und ihr Rüssel, welcher länger als der Kopf ist, nur einmal kurz gebrochen. Auf un­serm Bilde unter dieser Numer findet sich jedoch aus Versehen des Zeichners die S chl upfw espe, abgebildet, was unsern Leser-n um so lieber sein wird, als diese ihnen wol weniger bekannt ist. Ihre Fühlhörner sind faden« oder borstensöcmig, Oberkiefer klein, gezahnt; Unterkiefer häutig, gerad, die Kiefertaster fadenförmig, 2 6 gliedrig, die Lippentaster 3 4 gliedrig; der Hinterleib hängt durch einen Stiel mit der Brust zusammen; der Hinterleib des Weibchens hat einen Legestachel, der aus einem borstenförmigen Stachel und 2 Klappen besteht, mit welchen sie Insektenlarven oder Pflanzcntheile anstechen und Eier einlegen, deren Maden in den angestochenen Theilen leben.

Steckenpferd (117) ein bekanntes Spiel­zeug für kleine Knaben, bestehend in dem aus Holz geschnitzten und gemalten Bordertheile eines Pferdes, in welchem ein Stock gesteckt ist.

Her Steinbock (118), welcher von Al- penkräutern, Flechten !c. lebt, hält sich in der Schweiz und im Salzburgischen auf, wo er müh­sam gejagt wird. Die Farbe seines Haares ist im Sommer graulich, im Winter braun. Er hat Hörner bis zu 2^ Fuß lang mit knorrigen Querwülsten, sein Wuchs ist dem Bocke ziemlich ähnlich. Er wird bis zu 200 Pfund schwer. Man schätzt sein Fleisch, seine Haut und Hörner. Dies Thier gehört übrigens zu den Hufthieren und Wiederkäuern.

Das Männchen des Steinschmätzers (118), Weißschwanz ist oben aschgrau, unten röthlich weiß; das Weibchen hingegen oben bräun­lich grau, unten röthlich. Sie leben in Europa und dem nördlichen und mittlern Asien auf kah­len Gebirgen und nisten auf der Erde, sind sehr lebhaft und mißtrauisch, bewegen den Schwanz auf und nieder und nähren sich von Insekten.

Steljenlättfer (120). Die hier abge­bildete Beschäftigung wird häufig von den Kin­dern gesucht, doch ist sie auch ein Mittel, in sumpf- reichen und überschwemmten Gegenden das Fort­kommen zu erleichtern. Die Stelzen bestehen aus 2 Stangen, die etwas über den Menschen, der

sie benutzt, hervorragen und etwa 1 Elle von der Erde ab, einen Vorsprung (Frosch), um die Füße darauf zu stellen, haben. Mit den Händen hält man sich an die obern Theile der Stangen an und schreitet natürlich mit ziemlich weiten Schrit­ten, balancirend fort.

Unter Stern (121) versteht man jeden Himmelskörper, den wir in hellen Nächten am Himmel glänzen, leuchten und funkeln sehen. Als Nachbildung kann man wol die aus Gold und Silber in einfacher Gestalt oder mit Steinen besetzten, flachen Ordenssterne betrachten, welche Fürsten und andere vornehme Personen auf ihrer Brust als Auszeichnung tragen.

Sternkrautfchwärmer (122), dieser zu den Schwärmern gehörige Schmetterling hat braungraue mit schwarzen Zackenlinien durchschnit­tene Vorder- und gelbe Hinterflügel. Die Raupe findet man auf Labkraut. Der Schmetterling hat auch den Namen Schiefer oder Karpfenschwänzchen. Der Zeichner hat auf unsrer Tafel anstatt dieses den schamrotben Bärenspinner abgebildet, welcher weiße mit großen, schwarzbraunen Flecken dichtbesetzle Oberflügel hat, die Unterflügel sind so wie der Hinterleib blaßrosarolh und schwarzbraun gefleckt. Er findet sich nur in den südlichen Län­dern Europa's.

Sternwarte (123) , ein mehrentheils thurmartiges, freistehendes Gebäude, dessen Inne­res, mit allen zur Astronomie gehörigen Instru­menten, z. B. Fernröhcen, Quadranten und andern Meßinstrumenten vollständig versehen ist und zu Beobachtungen am Himmel dient.

Stiefel (124), eine vom Schuhmacher für die Männer von Leder gefertigte Fußbekleidung. (Siehe den Artikel Schuhmacher.)

Stiefelknecht (125), ein schmales auf 2 Füßen stehendes und vorn ausgeschnittenes Stück Holz, um die Stiefeln vom Fuße zu ziehen.

Stiefmütterchen (126). Diese lieb­liche Blume gehört in die Gattung der Veilchen, hat einen 5 blätterigen Kelch und unregelmäßige 5 blättrige, weiß, gelb, blau und violett gefärbte Blumenkrone mit sporenförmigen Honigbehältern, ausgebreiteten Stengeln und länglichen Blättern. Sie kommt in Gärten und Feldern häufig vor und ist officiell.

Stockfifch (127) gehört zur Schellfisch- familie, 'ist grau, gelblich und braun gefleckt, 2 3 Fuß lang, wird häufig gefangen, und frisch, gepöckelt oder geräuchert (Labordan,

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