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Klippfisch) oder getrocknet (Stockfisch) gegessen. Sonst heißt er auch Kabeljau.

Der Stör (12Ji), welcher 100 300 Pfund schwer wird und in den europäischen Mee­ren lebt, auch jährlich in der Elbe bis Dresden kämmt, hat 5 Reihen Knochenschilder, ist oben blaugrau, unten weiß, mit rundem, röhrenförmigem, immer offnem Maul, nährt sich von Fischen, auch wol Waffervägeln. Sein Fleisch wird geschätzt und steigt derselbe >m Winter in die größer» Flüsse, wo er oft gefangen wird.

Storch (128). Wem wäre nicht der Storch,der Klapperstorch", der so gern gesehen wird und sein Nest (das Storchnest (130) auf Thürme, Feueressen und Firsten von Dächern setzt, bekannt, wem gefiele nicht der weiße Storch mit schwarzen Schwingen, rothen Füßen und Schna­bel, dieser Zugvogel, der im März zu uns kommt und im August wegzieht? Er nutzt uns, indem er die Schlangen, Eidechsen, Frösche, Heuschrecken, Maulwürfe, Mäuse rc. verschlingt und überwiegt den Nachtheil, den er vielleicht in anderer Hinsicht bringt, bedeutend. Deswegen kommt der Aber­glaube, daß er dem Hause, wo er sich niederläßt, Glück bringe. Er ist in Egypten heimisch und von 3 Fuß Länge, fliegt sehr hoch und zeigt alle seine Bedürfnisse rc. durch Klappern an, dies Klappern entsteht durch Aneinandcrschlagen der 2 Schna- beltheile.

Der Strauß (121) hat einen kegelför­migen Schnabel und kahle lange, grünlichgraue Lauffüße, ist der größte unter den Vögeln und bis 8 Fuß hoch, von schwarzer Farbe, jedoch mit schönen weißen Schwanz- und Schwungfedern. Der Kopf ist klein, der obere Theil desselben nackt, die Mundöffnung weit, die Ohren unbedeckt, offen, mit beiden großen Augen zugleich sehend, der Hals dünn und sehr lang. Er sieht sehr scharf und hört gut. Seine Schnelle übertrifft die des besten Pferdes, kann er aber bei der Verfolgung nicht mehr fliehen, so wehrt er sich mit Flügeln und Füßen. Man richtet ihn zum Reiten ab. Er nährt sich von Vegetabilien, ist aber sonst sehr gefräßig. Er badet gern und lebt in Vielweibe­rei. Die weißen Eier haben eine Schwere von fast 3 Pfund. Er lebt in Afrika und Asien.

Strickleiter (132) ist ein von Stricken in Form einer Leiter zusammengeknüpftes Gerath. Seiner Natur nach ist es leicht und beweglich und wird besonders auf Seeschiffen benutzt.

Strumpf (133) eine Bedeckung des Fußes bis ans Knie, früher waren die Strüm­

pfe von gewebten Zeugen zusammengenäht, jetzt trägt man gestrickte oder gewirkte, leinene, baum­wollene, wollene und seidene Strümpfe.

Stuhl (134), ein gepolsterter und mit Lehne versehener Sessel, dessen Gestelle von den Stellmachern und Tischlern aus weichen oder har­ten Holzarten gefertigt, angestrichen, geschlissen und polirt wird. Das Kissen ist die Arbeit des Taschners und wird von demselben mit Heu, Käl­ber- oder Roßhaaren, wol auch mit Seegras aus­gefüllt.

Stuhlschli'tten (135), ein auf Kufen gesetzter Stuhl oder Sessel, welcher mehreniheils zum Vergnügen der Frauen von einer mit Schlitt­schuhen versehenen Mannsperson schnell mit ihnen dahin geschoben wird.

Der Sturmvogel (I3<»), lebt auf dem südlichen und nördlichen Ocean, hält sich auf of­fener See, fern vom Lande, auf Klippen auf und ist allemal für die Seefahrer, wenn er auf ihre Schiffe flüchtet, ein Zeichen herannahenden Sturmes. Man rechnet ihn zu den Schwimm- vögeln, Gattung aus der Familie der Langflügler oder Wasserschwalben, der Schnabel ist mäßig gerade, vorn hakig, die Schwimmfüße sind drei- zehig, baumlos, die Schwingflügel sehr-lang. Er spritzt den Feinden aus den Nasenlöchern ei­nen ölartigen Saft entgegen, hat einen ' ganz kleinen mit Thran gefüllten Magen, kleine Lunge; nistet In Felsenlöchern und Mauerritzen, meist der südlichen Erdhälfle. Der hier abge­bildete ist der Riesensturmvogel, welcher größer als eine Gans, schwärzlich und weißlich ist, sich in sublimen Meeren aufhält und gegessen wird.

T.

Tabacksbeutel (I), ein aus Leder, Sammt, Tuch, Seide, Thierblase rc. gefertigter Beutel, zum Zusammenziehen, um geschnittenen Rauchtaback mit sich führen zu können.

Die Tabacksdofe (2), wird zu demsel­ben Zwecke, mehr aber jedoch in kleinerer Gestalt zur Ausbewahrung des Schnupftab.ckz verwendet. Man hat sie von Gold, Silber, Blech, Pappe rc. in Gestalt eines mit Deckel versehenen Kästchens.

Die Tabcrckspflanze (3), zur 57. Elasse linneeischer Eintheilung gehörig, mit eirunden Spitzen, am Grunde mit Anhang versehenen und die Stengel umfassenden Blätter, einen aufgebla-