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jenen, bauchigen Blumenkronenschlund, kurzen, lang gespitzten Saumiappcn und überhaupt ro- scnrothen Blüten, ist ein Sommergewachs, be­täubt, giebt Del und Gerbestoff. Liese Pflanze hat ihren Namen von Jean Nicot, welcher sie im Jahre 1560 an den französischen Hof sendete. Ihr Baterland ist Südamerika und ihr Gebrauch als Rauch- oder Schnupftaback gnügend bekannt. Sie ist ein Bedürfniß von Millionen Menschen geworden, obgleich sie im Ganznen schädliche Wirkungen äußert. Der Anbau dieser Pflanze und die verschiedenen Bearbeitungen derselben zu Rauch - und Schnupftaback bildet einen wichtigen Nahrungzwcig.

Tätowirter (4) siehe Seite 16. unter Birmanen.

Tambour (5.) Trommelschläger, ein bei den Soldaten gebräuchlicher Lärmmacher, nach dessen Trommclschlag der Marsch sich regelt oder von welchem verschiedene Signale gegeben weiden.

Tambourin (0), Handpauke; ein mit Schellen besetzter Reisen, über welchen ein Fell gespannt ist. Sein Ton wirb hervorgebracht, in­dem man mit dem Daumen darüber hinfährt oder mit der rechten Hand darauf schlägt. DirS Instrument war schon in den ältesten Zeiten be­kannt, bei uns wird es jetzt höchstens noch von armen herumziehenden Leuten, zu Begleitung des Leierkastens benutzt.

Tanne (7), dieser zu den Nadelhölzern gehörige Baum, welcher ein sehr gutes Brenn- und Nutzholz liefert und über weile Ländcrstriche verbreitet ist, hat an seinen Zweigen einzelne, am Grunde abgesonderte, 4 kantige, fast zweizeilige Blätter und trägt walzenförmige Zapfen mit ru- thenfvrmig am Rande ausgeschweiften zernagten Schuppen. Er liefert uns außer'seinem Holze noch Harz, Rinde für die Gerbereien und Terpen­tinöl. Sein Alter kann auf 400 Jahr steigen. Es giebt mehre Arten, j. B. die gemeine : Weiß-, Edel-, Taxus-, Balsam-, Schierlings- k. Ta nne.

Tanz (8), eine körperliche Bewegung, welche in Drehungen, Wendungen und Hüpfen besteht, die Menschen zur Fröhlichkeit anregt oder durch letztere hervorgerufen wird. Man rechnet das Tanzen zu den Künsten, daher Tanzkunst.

Tanzbär '(8), sieht den Artikel Bär, Seite 10.

Tapir (IO), wird zur Ordnung der Vicl- hufer gerechnet, hat sehr viel Aenlichkeil mit den Schweinen, nur daß er schneller läuft, ist von Farbe braungrau, mit wenigen Borstenhaaren be­

setzt, friedlich und scheu, schwimmt und taucht gut, lebt in den dichten Wäldern an Flüssen, Sümpfen rc., nährt sich von Vegetabilien und erreicht 5 Fuß Länge und 3 Fuß Höhe. Er lebt in Südamerika, wo von den Eingebocnen auch sein Fleisch, Fell und seine Hufe benutzt werden.

Die Torturen, eigentlich Tataren (II), bewohnen einen Theil des russischen Reichs die Krimm, theilen sich in Edle und Leibeigne, sind abergläu­bisch, im Ganzen gastfreundlich, traulich, offen, mulhig und freiheitsliebend. Ihre Kleidung ist aus armenischen und türkischen Trachten gemischt. Sie sind von mittler Größe mit ovalem Gesichte, gelblicher Hautfarbe, kleinen Mund, schwarzen Augen, dunkelbraunen Haaren, treiben Viezucht, Handwerke, Ackerbau und leben meist in Häusern von orientalischer Bauart oder in Filzzelten (Jur­ten).

Tasse ( 12 ), ein irdnes, Porzellanes, sil­bernes oder gar goldenes Geschirr von verschie­dener Gestalt. Der obere Theil die Ober­tasse mit Henkel hat mehrentheils Vasen - oder Topf-, der untere die Untertasse Tellerform. Ihrem Gebrauch nach giebt es Kaffee-, Thee-, Ehocolade-, Bouillon- rc. Tassen.

Taube (13). Die Haustauben, Feldtau­ben, gemeinen, zahmen Tauben, welche besonder- in unsern Landwirthschafien im Taubenhause (14), einem auf einem Pfahle befestigten, mit Löchern zum Ein- und Ausstiegen der Tauben versehenen und mit einem Dache bedeckten, höl­zernen Kasten, gehalten werden, sind aus den wil­den Tauben entsprossen, von schwarzer, aschgrauer, rother, gelber, weißer rc. Farbe, und nähren sich von Körnern und Früchten. Uebrigens haben sie ei­nen spitzen, gewölbten Schnabel, schmale gewölbte Flügel, kurze Füße mit 5 ganz freien Vorderze- hen und mit diesen in gleicher Höhe stehenden Hinlerzehe, einen zwölssedrigcn Schwanz, kleinen Kopf und langen Hals.

Außer der nur genannten Taube gibt er auch über 100 Arten. Siehe Pfauenlaube Nr. 28.

Die Taucher (15), Tauchergänse, Gän- sesägcr, leben in Europa und Amerika, kommen im Winter auch manchmal auf unsre Flüsse, ha­ben die Größe einer Ente und sind von Farbe oben schwarz, unten weiß, isabcllgrlb überlaufen, der Kopf schwarzgrün, mit kurzem Fcderbusche. Sie schwimmen mir tief eingesenktem Körper sehr schnell und tauchen gut, nähren sich von Fischen,