26

und das gelingt ihnen auch zuweilen; wenn der Regen am Himmel hängt, dann gehen die Wolken tief und dann legen sie sich auf die Baumspihen auf und schwimmen langsam zwischen ihnen durch, es sieht aus. als streife ein weißes Tuch daran hin, um die staubigen Blätter abzuwaschen. lind nun denkt an die Sonnenstrahlen, können die in den engen Straßen der Stadt so lustig spielen, wie hier? dort fallen sie grade nur zwischen den hohen Mauern durch, auf das harte Steinpflaster mit» sengen und stechen, daß die Menschen am liebsten gar nicht aus den Stuben gehen, um sich nicht in Gluth und Schweiß bringen zu lassen. Bei uns ist's immer frisch und kühl, und wie reizend sieht das Spiel der Sonnenstrahlen aus! sie hüpfen förmlich hin und her, necken sich mit den Blumen, Gräsern und kleinen Würmern. Die bunten Waldblümchen lassen gern ihre Glvckchen oder Sternchen oder Kransköpschcn von der Sonne be- scheinen, die Spinnen und Käfer, Bienen und Ameisen kommen alle aus ihren Schlupsivinkeln hervor und wärmen sich gern. Husch! da fliegt eine Wolke vor die Sonneuscheibe und weg sind die Strah­len, die Spinnen und Käser und Bienen und Ameisen denken viel­leicht :nun wird's wieder einmal Nacht!" die albernen kleinen Dinger! das wissen sie nicht, daß die Nacht nicht kommt so lange die Sonne hoch am Himmel steht. Aber die Strahlen sind auch schon