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Man hörte Stimmen, des Knaben Eltern kamen, und sie holten ihr Herzblättchen und nahmen es mit in das Hans. Hermann und Gertrud aber wurden ganz betrübt und es kamen sogar ein Paar Thränchen aus ihren Augen gerollt. Die Großmutter tröstete; aber sie sagte zugleich: „das ist eine ganz gute Lehre für euch, meine lieben Kinder, man muß im Leben viel entbehren und es ist ganz nützlich, wenn man in der Jugend daran gewöhnt wird zu entsagen."
Die Kinder hatten aber die Freude, im Laufe des Tages den blonden Knaben noch einmal wiederzusehen. Als sie bei Herrn Thomas am Fenster saßen, kam er mit seiner Mama und seiner Schwester. Mit Jubel empfingen ihn die Großmutter und Tante, welche eben vor der Thür ihren Kaffee tranken. Nun konnten ihn die Kinder wieder vom Fenster aus beobachten, wie er sein Täßchen Kaffee bekam und Butterbrödchen dazu, und wie er dann der Großmama auf den Knien herumkletterte und mit ihrer Brille spielte und ihre Hände küßte und sie an den schneeweißen Locken zupfte, llnd verstehen konnten sie auch manches Wort das gesprochen wurde; aber das hörten sie besonders deutlich, daß die Großmama ihn auch ihr „Herzblättchen" und „duLiebchen du, du," und „du Aeffchen" nannte, sie sprach grade so zu ihm, wie ihre eigene Großmutter

