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0d ein Kind mit kindlichem Gemüthe,
Auf die Knospe folget bald die Blüthe. Horst Du nicht, wo Leid und Kummer klagen, Von der Kindheit ungetrübten Tagen?
Am nächsten Morgen langten wir nur eben zu rechter Zeit auf dem Bahnhöfe an. Frauen standen dort umher, mit Körben voll niedlicher Vlumensträußchen, welche sie zum Verkauf anboten. Gar zu gern hätte ich einen Strauß gekauft, aber die Baronin rief: „Elinor!" und ich flog ihr nach. Ein junger, blonder Mann hatte neben dem Korbe gestanden, aus dem ich wählen wollte; ich sah vom Coupe aus, daß er hastig einen Strauß nahm und, als er ihn bezahlen wollte, keine kleine Münze hatte. Lächelnd gab er der Frau ein größeres Geldstück, und sprang dann, im letzten möglichen Augenblicke, zu uns in den Wagen. Nachdem er uns gegrüßt hatte, und der Zug in Bewegung gesetzt war, fragte er die Baronin höflich, ob sie ihm erlaube, mir den Strauß anzubieten, da er bemerkt zu haben glaube, daß ich Verlangen nach einem solchen getragen. Die Baronin hatte eben ihr strenges, kaltes Gesicht; sie gab kurz, doch nicht unfreundlich, ihre Zustimmung.
Der Strauß ward mir jetzt überreicht, und meine Hand bebte, als ich ihn »ahm; ich fühlte, daß es eine große Stetigkeit des Fremden sei, und in solcher Weise war mir bisher niemals eine erzeigt. — Zudem ich die allerliebsten, zierlich geordneten Blumen betrachtete und daran roch, vergaß ich jedoch
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