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doch ist er mir so wichtig, denn ich war auch zu Hause daran gewöhnt, die Kirche an jedem Sonntage zu besuchen. Diese hier ist nicht sehr groß, auch nicht sehr hell, aber besonders hübsch. Altar und Kanzel sind mit wunderschönem Schnitz- werk verziert, und über dem Altar, in das Schnitzwerk einge­rahmt, befindet sich ein großes Oclgemälde: Christus in ganzer Figur, der im Vorgrunde in einsamer Gegend ganz aufrecht steht, und als ob er auf die Zuschauer Hinblicke.

Es ist ein ganz einfaches Bild; nachdem ich es zuerst ge­sehen, fragte die Baronin mich auf der Heimfahrt, was ich mir bei diesem Christusbilde gedacht habe? Zeh ward sehr verlegen, denn etwas Besonderes gar nicht; ich dachte, es sei ein schönes Bild, und Christus könne so ausgesehen haben, und dann bewunderte ich den Faltenwurf der Gewänder. Am Ende sagte ich dies. Gut," entgegnete die Baronin,dann rufe Dir dies einfache Bild zurück, und sage mir, sobald Du mit Dir darüber einig bist, welche Betrachtungen es zu erwecken vermag."

Ich dachte einige Augenblicke nach, und äußerte dann, die­ser Christus gäbe mir den Eindruck, als wolle er sagen:Ich bin der Fels der Welt, welcher nimmer vergeht." Die Ba­ronin nickte und erwiederte, es liege in der menschlichen Natur, Welt und Leben nur oberflächlich zu beurtheilen, so auch wür­den Hunderte dieses Bild nur mit den Augen betrachten, wer es jedoch mit der Seele thue, dem werde es still und ruhig im Herzen werden. Er werde sich sagen, daß Christus der Fels ist, an den der durch Glauben glückliche Mensch sich zuversicht­lich lehnen dürfe. Dieses Bild, welches außer Christus nur