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wie angegossen! jetzt der Kranz." Zch setze mich und sie steckte ihn mir ins Haar; da schlug es ein Uhr. „Nun schnell zur Frau Baronin; ich nehme Hut und Tuch mit, die Handschuhe können Sie im Wagen anziehen und sich Zeit dabei lassen."
Zch lief fort, ohne mich im Spiegel betrachtet zu haben, ohne zu wissen, wie ich aussah, so groß war mein Respect vor der Baronin. „Du siehst gut und sehr ordentlich aus," sagte diese, „und hast einen so bescheidenen Kranz gewählt! Aber jetzt ist es Zeit."
Zch machte eine kleine Scitenbcwcgung, um, neben der Baronin Gestalt vorbei, einen Blick in den Spiegel zu thun, aber Annette sagte hastig: „Lassen Sie mich Zhncn den Hut aufsehen, Fräulein, — so — nun nehmen Sie ja Zhr Kleid in Acht beim Ein- und Ausstcigen und beim Hinangehen der Treppen. So müssen Sie es anfassen." Zch befolgte den Rath und war herzlich froh, als der Wagenschlag geschlossen ward. Annette rief mir noch zu, beim Niedersetzen an mein Kleid zu denken. So viel Umstände hatte ich noch niemals bei einem Feste gekannt; zu Hause flocht ich bei solchem Anlaß mein Haar besonders glatt, zog einen rothen oder blauen Mousselin an, war froh wie ein Vogel, und dachte, ich sei hübsch wie eine kleine Blume. Diese Zuversicht hatte ich jetzt gar nicht.
Während der ersten Zeit unserer Fahrt sprach die Baronin nicht, und mir flogen Vorstellungen der verschiedensten Art durch den Kopf, nur keine rosige. Zch hatte früher bei ländlichen Festen getanzt, auch einmal Tanzuntcrricht gehabt, aber wußte nicht recht, ob ich mich dabei beruhigen könne. Ferner

