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nach betn Schulgebrauch benannt, welcher eine besondere Bezeichnung für Alles hat, wenn die Professorin es nicht hört.
Mein buntes Mousselinkleid ward zuerst herausgenommen; Ernestine nahm es mir ab. „O, ein Mousselin! Zenny, das ist wie Dein Kleid." „Nein, meines ist weniger bunt." „Zch ziehe Zenny's Kleid vor." „Nein, ich finde dies hübscher." So ging es mit jedem Kleide, jedes ward beurtheilt, belobt oder getadelt. Als meine Wäsche und manches Andere an die Reihe kam, bat ich, allein Alles besorgen zu dürfen; die größeren Mädchen gingen fort, die kleineren umstanden mich und flüsterten: „Da ist ein Päckchen! da ist noch eines!" Freundlich sah ich mich nach ihnen um; jetzt konnte ich ihnen meine Herrlichkeiten nicht zeigen, aber eine kleine Schachtel mit Bonbons, welche ich mir zusammen gespart, übergab ich ihnen mit der Weisung, sie unter sich zu vertheilen. Sie waren bestürzt und erfreut. „O, danke! aber willst Du sie nicht behalten? Behalte sie doch. Du hast sie doch für Dich mitgebracht." Zch lachte: „Mit vierzehn Zähren hat man keine Bonbonzähne mehr." Sie lachten jetzt auch und liefen vergnügt von bannen.
Um sieben Uhr führten Emma und Ernestine mich in die Wohnzimmer der Frau Professorin, welche mit ihren beiden Nichten am Theetische saß. Sie empfing mich freundlich; ihre Verwandte begrüßten mich schweigend. Die Professorin ist eine kleine Frau, in deren Gesicht Verstand der Haupkausdruck ist. Sie hat ruhige, denkende Augen und ein gemessenes Benehmen. Zn ihrem Aeußeren fiel mir Etwas auf, was ich nicht zu erklären wußte; später sah ich, daß sie ihre Haube ganz besonders hoch setzt, wahrscheinlich, um größer zu erscheinen, aber

