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rück, für uns bringt ein Tag wie der andere Arbeit und An­strengung.

Wie beschreibe ich Dir nun meine Gefährtinnen? Zuerst nenne ich Dir sechs kleine Mädchen von 8 bis 10 Zähren, alle sehr niedlich, und mitunter recht unartig, machen sie mei­nen größten Spaß aus. Sie hängen auch sehr an mir, und in den Freistunden guckt ein kleines Gesicht nach dem ande­ren, in die Thür, und fragt:Wo ist Lore? Lore, spielst Du nicht mit uns?" Das kann und darf ich zwar selten, theils weil ich doch immer für die Schule zu thun habe, und auch, weil die älteren Mädchen mich dann für sich begehren. Auszeichnen oder absondern darf man sich nicht; das giebt gleich zu Bemerkungen Anlaß, die ich gerne vermeide.

Nach den Kleinen kommen sieben Kinder von 10 bis 12 Jahren; diese sind mehr oder minder niedlich, aber mich so sehr zu ihnen halten, als ich wohl möchte, darf ich auch nicht, es paßt einmal nicht. Jetzt beschreibe ich Dir die sechs jungen Mädchen meines Alters.

Antonie, die Aeltcste, ist, wie ich sagte, bereits confirmirt. Sie gilt für eine Schönheit und sieht sehr stattlich aus; groß, mit schwarzem Haar und großen schwarzen Augen, schönen Zähnen, edlen Zügen, aber etwas bräunlichem Colorit. Wir sehen Alle mehr zu ihr hinauf, da sie etwas Kaltes und Ge­messenes im Benehmen hat und uns ihr Uebergewicht mitun­ter fühlbar macht. Gegen mich ist sie sehr freundlich, aber bei der kleinsten Auflehnung gegen ihren Willen funkeln ihre Au­gen, obgleich sie ihren Gefühlen nicht immer Worte giebt. Mir wird in solchen Augenblicken stets ganz unheimlich zu Sinne,