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0 , wie anders halte ich schreiben mögen, und immer mußte ich meine Thränen trocknen, damit sie nicht auf meinen Drief fielen. An ein solches Ende dachte ich nicht, ich dachte an eine Freundschaft für daS ganze Leben.

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Erfreue mit mildem Sinn,

So sehr Du kannst;

Es macht das Lebe» reich.

Zch hatte mit Keinem über meinen Kummer gesprochen, dazu war er mir zu wichtig, aber Hcnrielte folgte mir auf Tritt und Schritt, und lockte mir endlich mit ihrer Theilnahme und ihren Fragen mein Geheimniß ab. Als es über meine Lippen war, bereute ich es sehr, aber da war es zu spät. Hen- rictte hat zu ernste, zu tiefe Ansichten, sie konnte Emma's Wan- kclmuth nicht verzeihen, und mir dagegen kam es als ein Un recht vor, welches ich begangen, Emma tadeln zu hören. Es war solch ein Abstand; ich hatte stets mit so viel Liebe und Bewunderung von ihr geredet, und ihr ganzes Unrecht besteht doch darin, daß sie mich nicht so lieb hat, als ich sie. Hen- nette und ich haben uns jetzt inniger an einander geschlossen; leid ist es mir, daß sie durch Anspielungen, durch zu beklagen­des Hinblicken auf mich, die Uebrigen aufmerksam gemacht, und durch zu große Theilnahme doch Manches verrathen hat. Ach, wenn zwei Freundinnen sich weniger lieben, das müßte, außer ihnen, kein Mensch erfahren!