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ich eben so klug, als da ich begann; das verstimmte mich vollends.

Die Frühstückstunde ist gemeinsam; die Professorin sagt: Ich kann es nicht leiden, wenn Alle, wie die Ameisen, mit ihren Butterbrbden im Hause umherlaufen." Ein wenig Frei­heit in dieser Hinsicht würde uns oft willkommen sein; ich z. B. würde gern mein Butterbrod beim Lernen verzehren, man gewinnt so viel Zeit dadurch, aber die einmal eingeführte Ordnung steht unerschütterlich fest.

Die Unterhaltung während des Frühstücks pflegt niemals sehr lebhaft geführt zu werden, heute stockte sie aber völlig; nur Blicke und Winke deuteten darauf hin, daß Emma für gut befunden habe, ihre Thaten bekannt zu machen. Als wir eben unsere Milch tranken, trat die Köchin ein und sagte: Frau Professorin, der Bediente des alten Herrn Drewcs ist hier, mit einer Empfehlung, und ob Frau Professorin wüßten, daß in verflossener Nacht eine weiße Gestalt aus dem Küchen- fenstcr und wieder durch dasselbe hinein gestiegen sei? Herr Drcwes habe nicht schlafen können und Alles aus seinem Bette mit angesehen."

Nie werde ich den raschen Blick vergessen, mit welchem die Professorin uns sämmtlich im Fluge musterte. Dann dankte sie mit großer Ruhe, und sagte, es sei ein Scherz gewesen, sie bedaure, daß Herr Drewes keine gute Nacht gehabt habe.

Nachdem das Mädchen fort war, sagte die Professorin kein Wort, sie erwartete sichtlich ein Gcständniß; wir schwiegen Alle; mir war zu Sinne, als müsse ich ersticken. Nach ei­ner schmerzlich peinlichen Pause stand sie aus und verließ wie