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Weideland für dieselbe, und Heu und Stroh für die Kuh mußten die Bauern ihr liefern. Sie verkaufte von der Milch, und die Früchte aus dem Garten, und Hühner und Eier, und dann strickte sie Strümpfe. Mir brachte sie jährlich einen Korb mit Kirschen, und sagte dabei:Kind, Du hast gewiß schon hundertmal nach dem Baum geguckt, und da bringe ich Dir Kirschen, damit Du keine Abgunst nicht hast." Ich sagte dann, daß ich keinen Neid hätte, und sie sagte:Im Menschen steckt viel, davon er selber nicht weiß; die Kirschen jetzt nur, und gesegne sie Dir Gott."

Die Frau hatte einen Sohn, der Soldat war, das heißt, er stand beim >5ten Regiment, und halte gar keine Neigung für das Soldatenwesen; aber darnach ward nicht gefragt. Ein­mal kam Catherine zu mir, mit einem Korbe voll Kirschen, und sagte:Heute mußt Du mir die Kirschen abkaufen, denn ich habe einen himmelschreienden Brief von meinem Niklas, und Mama muß mir Eier abkaufen, ich habe einen ganzen Korb voll. Hier ist der Brief von meinem Sohn; lies ihn mir einmal vor, denn mir stehen gleich die Augen voll Wasser. Das ist ein ganz nichtswürdiger Spcctakcl." Der Sohn schrieb an seine Mutter, daß ihm, während er auf Wache gewesen sei, zwei Hemden und ein Paar Stiefel ge­stohlen wären, und er bitte seine Mutter, ihn zu unterstützen, denn er könne es von seiner Löhnung nicht anschaffen. Ca­therine sagte:Du darfst das wohl wissen, aber Mama nicht; sag' kein Wort davon! sie würde mir Geld schenken, und den Sohn muß kein Menschenkind unterstützen, als die