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schweigend an; das verdroß mich; weßhalb mußte er es mir noch schwerer machen? Aus Verdruß ward ich muthig: „Wenigstens kann ich Nosalien Zhre Gabe nur in Gegenwart der Professorin zustellen." Bei diesen Worten legte ich das Geflechte auf den Tisch, denn ich trug es aus Vorsicht in der Tasche. „Rosalicn?" fragte Horaz. Zch schwieg, denn jetzt war ich sehr erzürnt; er schwieg gleichfalls, und sagte dann: „Zch verstehe kein Wort von Allem, was Sie sagen, darf ich Sie daher um Aufklärung bitten?" „Was ich sage, bezicht sich auf den Auftrag, den Sie an Albert für mich gegeben haben." „An Albert? ich sah ihn hier im Hause zuletzt, am Tage vor seiner Abreise nach der Schule."
Mir schwindelte, ich fühlte, daß ich glühend roth ward, denn jetzt erst begriff ich, daß der unartige Zunge sich einen Spaß mit mir erlaubt habe. Was sollte ich nun thun? Meine Verlegenheit schien dem jungen Roden sichtlich leid zu thun, aber er schwieg. Ob es richtig war, daß ich die Wahrheit sagte, das weiß ich nicht, aber ich that es. Horaz bemühte sich sichtlich, ganz ruhig zu erscheinen, und sagte endlich: „Es ist mir oft unverständlich gewesen, wie junge Leute so leicht in Händel gerathen können; nach dieser Probe, und wenn es viele Alberts giebt, begreife ich es freilich. Vergessen Sie nicht, daß er noch ein Schüler ist, eben wie ich auch, aber drei Vernunftiahre weniger zählt als ich." Dies Letzte sagte er scherzend, und fügte, den Knoten betrachtend, hinzu: „Zch wollte, ich wäre im Stande, so Kunstvolles anzufertigen." Zch öffnete schnell ein Fenster, und warf ihn hinaus; er lächelte dazu, machte aber
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