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machen. Nach kaum fünf Jahren zählst Du zwanzig Jahre; so wie dieser Zeitraum eintritt, überlasse ich Dir die Bestimmung Deines Geschicks, und begebe mich meiner Autorität. Bis dahin aber fasse keine bindenden Entschlüsse; ich werde, das weißt Du, mein Wort halten, und Du wirst bis zu jenem Zeitpunkt meine Liebe und Achtung verdienen, das weiß ich. Was Du nebenher Technisches erlernen willst, steht bei Dir."
Engenius schrieb mir Alles, ich brauchte Tage, bevor ich antworten konnte. Lorchen ich — aber der Mensch soll nicht immer ich sagen — das bedachte ich. Schreiben konnte ich nicht; man sagt wohl immer zu wenig oder zuviel, aber ich schickte ihm eine kleine Zeichnung; einen Käfig, aus dem ein Vogel ausfliegt; ein zweiter befindet sich noch in demselben. Darunter schrieb ich: „Du bist der Vogel der heraus fliegt, ich bleibe darinnen."
Engenius ist nun frei. Wenn er nach fünf Jahren nicht kommt, mich abzuholen, heirathe ich nicht; niemals, das sollst Du sehen! Wenn ich dann alt bin, ein ganz altes Mädchen, die allein umher reisen kann, reise ich nach Amerika, wandere umher an den Ufern der Flüsse und Seen, und suche eine Hütte, wie ich sie mir gedacht hatte. Wenn der Fluß mein altes Antlitz, meine grauen Locken wiederspiegelt, gedenke ich meiner Jugend und wie glücklich ich hätte werden können. Daran denken wohl viele Menschen in alten Tagen.

