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Steenholds Hülfe im voraus iit Anspruch, und ich tröstete Fräulein Sophie, welche sehr erzürnt war, damit, daß wir beide kurz vor der Höhe einen Seitenweg einschlagen könnten, den ich später hatte kennen gelernt, und der nnö früher zum Ziel führen werde als die Uebrigen. Unbemerkt schlugen wir diesen Weg ein, dessen Biegungen uns sehr bald allen Blicken entzogen, und als wir im Thal anlangten verkündete lautes Lachen, Ausrufungen der Furcht und deS Jubels uns, daß die Bergabsahrt noch nicht vollendet war Wir eilten dem Punkte zn, von wo aus mir früher Hülfe kam. Es sah wahrhaft malerisch aus; Agnes in ihrem weißen, Chabelle in einem rosa Kleide, beide in Schäfcrhütcn, über welche ein Blumenkranz hing. Die verschiedenen Bewegungen und Stellungen, das Bemühen der Herren, sich aufrecht zu halten und Hülfe zu leisten, dies Ausgleiten und sich Emporraffcn, es war ein kleines Schauspiel voll Leben.
Schweigend aber erregt sah ich zn; „Wären Sie nicht gerne dort oben?" fragte Fräulein Sophie. Ich verneinte eö; sie wollte den Grund wissen, ich zögerte ihn zu sagen. Wenn dergleichen zufällig, absichtslos kommt, dann ist eö ein Anderes; aber sich freiwillig in eine Lage zu versetzen, wo man solcher Hülfe bedarf, finde ich nicht ganz passend. Die Knaben, welche noch beschäftigt waren, als wir ausgingen, erschienen jetzt auf dem Gipfel und sogleich auch ging eS mit lautem: „Ho! Halloh!" den Berg hinab, gleitend, rutschend auf jede Weise. Herr West war sichtlich in Todesangst vor einem Zusammenstoß; er rief, drohte, wollte sich umsehen, aber jeder Versuch der Art brachte ihn aus dem Gleichgewichte, was von

