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so sonnenhell-, und kam mir doch so traurig, so herrenlos vor. Still ging ich zwischen den Blumen umher, und ordnete mir ein wunderhübsches Sträußchen. Agnes und Chabelle pflückten Kirschen an den Spalieren, sie riefen mir zu, es doch auch zu thun; es wäre mir unmöglich gewesen. Agnes sagte:Weshalb sollten wir keine Kir­schen pflücken; die Vogel verzehren sie doch, und der gute, alte Mann ißt nie mehr welche." Ich hätte antworten mögen:Eben deshalb," aber ich verschluckte Thränen und schwieg; sie hätte mich doch nicht verstanden. Früher ant­wortete ich immer und sagte Alles, was ich dachte, aber das ist mir abgewöhnt worden. Es kommt wohl einmal eine Zeit wieder, wo ich verstanden werde. O, Vieles, Vieles ist so schwer im Leben; manchmal denke ich, wenn ich nur nicht bin, wie der Pharisäer, der an seine Brust schlug und sagte:Herr ich danke dir, daß ich nicht bin wie Jene!" Ich sage mir so ost:Das möchtest du nicht thun, das könntest du nicht thun," und bei dem Ge­danken bleibt eine stille Befriedigung nicht aus, ein Schmerz auch nicht, weil ich so allein stehe, aber vielleicht müßte ich duldsamer sein. Ich habe oft sagen hören:wenn Zweie dasselbe thun, ist es doch nicht dasselbe." Wie rich­tig ist das auch, ich fühle es. Jeder Einzelne wird anders erzogen, anders angehalten, hat einen andern Charakter. Wenn ich Kirschen gepflückt hätte, da wäre es etwas Ge­ringes gewesen; bei Agnes war es nur ein kleiner leichter Streich. Der alte Pfarrer stirbt; sie kennt und liebt ihn nicht, es geht ihr nicht zu Herzen, seine Kirschen reifen ungesehen, nngenossen, und sie ißt sie, daS ist Alles; sie denkt kaum darüber nach. Den Ernst, die Majestät der