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ich könnte deinem Arme da folgen!" Dann blieb er ein wenig stehen, nachdenklich, ob er doch den Umweg machen könnte. Aber dann stieß er ein kleines Seufzerchen aus, weil er seine Zeit gar sehr zusammen nehmen mußte. Endlich nickte er ihm wieder fröhlich zu und rief: „Wenn ein Anderer des Weges geht: viele Grüße an die Muhme An- nelinde! Bchül' dich Gott, guter Wegweiser!" und damit schritt er rasch fürbaß, seinem Geschäftsgänge nach.
Und warum gingen denn die Kinder, Otto und Leo, nicht öfter zur Muhme, die so gut gegen sie war und bei all' ihrem Neichthumc so allein wohnte?
O das ist auch leicht zu erklären! Da der Vater so arm war, mußten die Kinder trotz ihrer Jugend schon mit für die Wirthschaft verdienen, mußten in ihren Schnl- srcistunden Handleistungcn in der Fabrik thun, zu Hause in der kleinen Oekonomie helfen, und ein Weg von sechs Stunden ist für Kinder auch kein Katzensprung!
Da machte es der Vetter Hadumann freilich anders. Das war so ein junger Bursch, der nicht gerne etwas that, dafür um so lieber hernmstrohmerte und auf anderer Leute Kosten wohllcbte. Der legte sich oft acht Tage lang in der Muhme Haus, lebte darin, als wär' es ein Gasthof, lungerte mit ihrem Gelde in den Wirthshäusern der Stadt und Umgegend herum, und zum Abschiede preßte er noch regelmäßig ein größeres oder kleineres Geschenk heraus — Nachschuß nannte er DaS!
Lange hatte Sigebert nichts von der Muhme Anne- linde gehört. Er war nicht hingekommen zu ihr, und sie nicht her zu ihm. Die Kinder schrieben wohl manchmal
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