78 @-
5 .
Kans Adam und der Schatte».
Hanö Adam sah von Ferne den Wald; da hörte er auf zu laufen, denn die Mutter hatte gesagt: „darauf gehst du los!" Er ging aber freilich in anderer Richtung, als er sollte, darauf los. Die grade Richtung, wo der Wald näher lag und wo der große Eichbaum stand, hatte er, als er so hübsch um den Teich „drum herum" gegangen war, aus den Augen verloren.
Hanö Adam merkte wohl, daß er nicht so bald zum Walde kommen würde, wie er sich's anfangs gedacht hatte. Er ließ daher einstweilen seine Gedanken vor sich her spazieren. Vor ihm her ging aber, weil er die Sonne im Rücken hatte, sei» Schatten Mit dem begann er also gleich eine Unterhaltung. Er suchte ihn zu überholen, indem er schneller ging; aber der Schatten ging auch schneller. Er setzte manchmal an, um über ihn hinweg zu springen, aber der Schatten sprang zu gleicher Zeit vorwärts.
„'S ist doch ein schnurriger Kerl, der Schatten — sagte HanS Adam — daß er mir Alles nachmacht! Tret' ich rccbtö fan jdie Seite, so tritt er auch rechts; tret' ich links, so tritt er auch links; hüpf' ich, so hüpft er; duck' ich mich nieder, so duckt er auch. Daß er aber auch eine Thür aufgehockt hat, das ist dumm von ihm; denn die drückt mählig gar sehr! — Nun guck'! heb' ich sie ab, so hebt er sie auch ab — und daS ist gcschcidt von ihm; .dafür will ich ihn belohnen und die Thür ein wenig auf die Erde legen! — Ja sich', jetzt scheint mir

