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'diese Kleinigkeit: es gewährt mir ja so große Freude, sie Euch zu geben. Damit Ihr sie zum Besten Eurer Mutter verwendet. Der Herr hat mir im Leben gar unzählig viele Wohlthaten erwiesen; 'da ist es ja meine Pflicht, mich dafür auch dankbar zu erweisen; und seht, wir Menschen erweisen unsern Dank gegen Gott damit, wenn wir unsern Brüdern wieder wohlthun, verschmäht doch meine kleine Gabe nicht!" —
„Nun es sei, wenn Ihr durchaus darauf besteht; ich will sie denn annehmen; Gott lohne Euch Eure Gutthat; meine Mutter wird Gottes Segen für Euch erflehen und auch ich will zu Gott beten, daß er Euch vergelte, was Ihr Euren dürftigen Brüdern Gutes erwiesen habt."
Gegenseitig sich ein herzliches Lebewohl wünschend sah man nun Antonio, dies ist der Name des frommen Pilgers, seinen Weg weiter fortsetzen. Er zog fröhlich seine Straße. Was ihn so fröhlich dahin ziehen ließ, nun wer vermöchte dies nicht zu errathen? Eine erwiesene Wohlthat läßt den, der sie mit der rechten Gesinnung vollbringt, stets heiter und vergnügt sein; zudem war die Halskette, welche er soeben an die Tochter einer armen Wittwe abgegeben hatte, nicht die einzige Liebesgabe, die er auf stiller Wallfahrt seinen dürftigen Mitbrüdern mittheilte; er hatte der Almosen gar manche verabreicht, umso fröhlicher konnte er seine Straße ziehen. Doch dies war nicht die einzige Ursache seiner Fröhlichkeit. Er gedachte jetzt auf seinem Wege auch der beiden Jungfrauen und freute sich, sie kennen gelernt zu haben, denn er hatte in der Unterhaltung, die er mit ihnen gepflogen, gefunden, daß es in der Welt doch noch mehr der guten Menschen gäbe, als manche Leute glauben. Hatte er doch die Bekanntschaft einer guter Tochter gemacht, welcher eö eine theure Angelegenheit war, die kranke Mutter,

