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welche zugleich Wittwe war, mit der zärtlichsten Kinderliebe zu pflegen und ihr in ihren alten Tagen eine treue Stütze zu sein; und daß auch noch Freundschaft unter den Menschen zu finden sei, dafür hatte er auch ein Zeugniß erhalten; es gab ihm dies ja die Jungfrau, welche wir die Herzensgüte ihrer Begleiterin rühmen hörten. Diese Erfahrung stimmte unsern Antonio so freudig und trug ebenfalls dazu bei, ihn so munteren Schrittes dahin wandern zn lassen. Hierzu kam aber auch noch (worauf gleichfalls noch hinzuweisen ist) der Umstand, daß er sein Gelübde gelöst hatte. Seine Wallfahrt nach Rom war beendigt. Auch dieses Jahr hatte er Gott seinen Dank geopfert und sein Gelübde bezahlt. Mögen auch Tausende und Tausende gedankenlos und darum auch ohne allen Segen für ihr Seelenwohl Wallfahrten hierhin oder dorthin unternehmen und dadurch in leiblicher und geistiger Hinsicht sich n»r großen Schaden bereiten, so macht Antonio jedenfalls eine Ausnahme. Bon jener Stunde an, wo es ihm so recht klar und deutlich wurde, wie sich Gott seiner in Liebe erbarmt und auf seinem ganzen Lebenswege nie seine Laterhand von ihm gezogen habe sondern stets, wie seine Mutter ihm noch auf dem Sterbebette gesagt, schützend und schirmend zur Seite gegangen wäre, hatte er sich vorgenommen jedes Jahr einmal eine Wallfahrt nach Rom zu unternehmen, dorten Gott in seinem Heiligthume zn danken für die Barmherzigkeit und Treue, die er ihm erwiesen und zugleich für das Seelenheil des guten Bakers und der unvergeßlichen Mutter, die beide ihn verlassen hatten, zu beten. Dem Dränge seines Herzens hatte er Folge geleistet und er empfand nun das belohnende Gefühl treuer Pflichterfüllung und auch darum zog er so fröhlich seine Straße. Und endlich zum Ruhme müssen wir es unserm frommen Pilger nachsagen: er

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