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zeichnete sich auch dadurch aus vor tausend Andern, daß er bei dem Beten auch die Arbeit nicht vergaß und eben auf dem Rückwege nach seinen gewähnte» Beschäftigungen sich sehnte. Räch einem mehrtägigen Feiern gedachte er nun mit frischem Eifer, mit neuem Fleiße zu arbeiten. Lust und Freude an der Arbeit stimmte ihn so heiter, ließ ihn seine Schritte verdoppeln und so fröhlich die Straße dahineilen.

Als Antonio Abschied genommen und raschen Schrittes weiterging, sahen ihm die beide» Freundinnen noch lange nach und meinten, solche Menschen begegneten Einem nicht alle Tage und freuten sich der neuen Bekanntschaft, bedauerten es indessen aufrichtig, daß ihnen sich wohl schwerlich eine Gelegenheit dar­bieten würde, ihn noch genauer kennen zu lernen und etwas mehr von seiner Lcbensgeschichte zu erfahren, als das, was sie in der kurzen Zeit vernahmen, in welcher sie miteinander zu den Füßen der alten Ruine der Ruhe pflegten. Es waren nur wenige Fragen, welche sie gegenseitig an einander richteten und beantworteten und zudem hatte der Pilger weit mehr die beiden Jungfrauen und besonders die Tochter der kranken Wittwe aus­gefragt, als diese ihn und es hatten somit diese nur gar We­niges über die Verhältnisse seines Lebens in Erfahrung gebracht. Meine jungen Leser theilen wohl den Wunsch der beide» Freun­dinnen, möchten wohl auch etwas Näheres wissen von dem from­men Pilger, der sich schon ihre ganze Zuneigung erworben hat.

Nun wohlan, laßt uns dem jungen Manne nachfolgen und zu dem Ende mit ihm gleichen Schritt halten, damit er uns nicht aus dem Gesichte komme und wir seine Spur nicht ver­lieren, denn, wie gesagt, der fromme Pilger, der in Rom seine Andacht gehalten hat, weiß nicht nur zu Gott zu beten aus inbrünstigem Herzen, er liebt und versteht auch die Arbeit und