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„Ich bringe keine Nachricht, Herr," erwiederte Giuseppo, „ich komme aber mit einer Bitte."
„Nun, wenn ich sie gewähren kann, so schlage ich sie meinem braven Giuseppo nicht ab," sagte der Herr und ging mit dem Taglöhncr in sein Zimmer.
„Herr," sprach nun Giuseppo weiter," meine Frau und ich haben uns da eine kleine Summe erspart, in der Absicht uns ein kleines Häuschen zu bauen und da wollte ich Sie gebeten haben, uns das Geld aufzuheben, bis wir noch einmal so viel gespart haben, weil wir erst dann mit dem Bau be- giunen können."
„Ihr habt euch Geld gespart? gespart von eurem geringen Taglohne? Das läßt sich hören; wahrlich, da hast Du und dein Weib alle Ehre davon. Zeig her, wieviel hast Du denn da ?"
„In runder Summe sind es grade 30 Piaster."
Dreißig Piaster! Nun, das nenne ich gespart; Allen Respect vor dir und deinem Weibe. So viel habe ich nicht einmal im Hause. So ist denn in Erfüllung gegangen, was meine Frau immer gesagt hat. Der Himmel hat euch belohnt für all' das Gute, was ihr Beiden euren Eltern erwiesen habt. Wenn ihr miteinander so fortfahret, dann werdet ihr es noch zu etwas bringen. Wahrhaftig, das wird gehen; ein Häuschen muß euch werden. Sag' ich's doch immer, wer es auf die rechte Weise anfängt, der bringt's auch zu etwas. Nähmen sich unsere Faullenzer in eurer Nachbarschaft an euch ein Beispiel, dann sollte in Vellctri die Armuth bald abnehmen und des Elendes weniger unter uns zu finden sein."
Während Ginseppo's ehemaliger Dienstherr diese Worte sprach, hatte der Taglöhncr das Geld in Reih' und Ordnung gelegt, um noch einmal nachzusehen, ob er sich nicht verzählt
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