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gehen müssen, wenn, ohne daß ihr Lauf wäre verändert worden, kein Unglück erfolgt wäre. Denn an der Brücke, die über den durch das Thal fließenden nahen Bach führet, war am Tage zuvor die eine Mauer gewichen und, da sie alles Haltes entbehrte, ins Wasser hinabgesunken. Ein Nothgelän- der war noch nicht gemacht und es war daher nicht zu denken, daß die wild gewordenen Pferde den Wagen so über die sehr schmale Brücke führten, daß er nicht hinabrutschte. Sollte es nun Antonio ruhig mit ansehen, daß die im Wagen sitzenden Personen einem sicheren Verderben preisgegeben würden? Sie riefen schon um Hül'e, ohne daß sie noch die Größe der Gefahr kannten, in der sie schwebten. Eine innere Stimme gebot dem Knaben, seine schwache Kraft aufzubieten, um seinen bedrängten Mitmenschen Hülfe zu bringen. Offenbar wäre es nur Tollheit gewesen, wenn Antonio hätte den Versuch machen wollen, die wilden Pferde plötzlich zum Stehen zu bringen, zumal sie durch den im Hcrabrollen begriffenen Wagen zu immer größerer Eile angetrieben wurden. Etwas anderes aber war es, wenn er den Versuch machte, die Pferde auf den Seitenweg zu lenken, wodurch einestheils die Gefahr auf der Brücke vermieden wurde, anderntheils aber auch zu hoffen war, daß die Pferde bald würden zum Stehen gebracht werden, da der Weg allmälig bergan ging.
Antonio überlegte nun nicht lange, sondern ergriff mit der rechten Hand die rechte Seite von dem Zügel des HandpferdeS, zog mit solcher Entschiedenheit dieses Pferd nach dem Wege hin, den er gekommen war, so daß es ihm folgen mußte und das andere mit sich zog. Zwar liefen noch die Pferde ungestüm eine Strecke weiter, aber da der Weg weniger eben war, als die Landstraße und, wie bereits gesagt ist,

