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Sie ritten beinahe die ganze Nacht hindurch, denn es war schwül am Tage, die Nacht aber war erquicklich und sternhell. Sie kamen endlich an einem bequemen Lagerplatz an, schlugen die Zelte auf und legten sich zur Ruhe. Für den Fremden aber sorgten die Kaufleute, wie wenn er ihr werthester Gastsrcund wäre. Der eine gab ihm Polster, der andere Decken, ein dritter gab ihm Sklaven, kurz, er wurde so gut bedient, als wenn er zu Hause wäre. Die heißeren Stunden des Tages waren schon heraufgekommen, als sie sich wieder erhoben, und sie beschlossen einmüthig, hier den Abend abzuwarten. Nachdem sie mit einander gespeist hatten, rückten sie wieder näher zusammen, und der junge Kaufmann wandte sich an den Aeltesten und sprach: „Sclim Ba- ruch hat uns gestern einen vergnügten Nachmittag bereitet, wie wäre es, Achmet, wenn Ihr uns auch etwas erzähltet, sey es nun aus Eurem langen Leben, das wohl viele Abenteuer auszuweisen hat, oder sey es auch ein hübsches Märchen." Achmet schwieg auf diese Anrede eine Zeit lang, wie wenn er bei sich im Zweifel wäre, ob er dies oder jenes sagen sollte oder nicht; endlich fing er an zu sprechen:
„Liebe Freunde, ihr habt euch auf dieser unserer Reise als treue Gesellen erprobt, und auch Selim verdient mein Vertrauen; daher will ich euch etwas aus meinem Leben mittheilen, das ich sonst ungern und nicht jedem erzähle: die Geschichte von dem Gespensterschiff.
Die Geschichte von dem Gespensterschiff.
Mein Vater hatte einen kleinen Laden in Valsora; er war weder arm noch reich und einer von jenen Leuten, die nicht gerne

