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aber ich hoffe, du hast deine Geschichte damit nicht geschlossen, denn, wie mich bedünkt, sind wir alle begierig, weiter zu hören, wie es deinem Bruder erging, und ob er Fatme, deine Schwester, und die schöne Zoraide befreit hat."

Wenn ich euch nicht damit langweile, erzähle ich gerne weiter, entgegncte Lezah, denn die Geschichte meines Bruders ist allerdings abenteuerlich und wundervoll.

Am Mittag des siebenten Tages nach seiner Abreise zog Mu- stapha in die Thore von Balsora ein. Sobald er in einer Kara- vanserei abgestiegen war, fragte er, wann der Sklavenmarkt, der alljährlich hier gehalten werde, anfange. Aber er erhielt die Schreckensantwort, daß er zwei Tage zu spät komme. Man be­dauerte seine Verspätung und erzählte ihm, daß er viel verloren habe, denn noch an dem letzten Tage des Marktes seyen zwei Sklavinnen angekommen, von so hoher Schönheit, daß sie die Augen aller Käufer auf sich gezogen hätten. Man Habesich ordentlich um sie gerissen und geschlagen, und sie seyen freilich auch zu einem so hohen Preis verkauft worden, daß ihn nur ihr jetziger Herr nicht habe scheuen können. Er erkundigte sich näher nach diesen beiden, und es blieb ihm kein Zweifel, daß es die Unglücklichen seyen, die er suche. Auch erfuhr er, daß der Mann, der sie beide gekauft habe, vierzig Stunden von Balsora wohne und Thiuli- Kos heiße, ein vornehmer, reicher, aber schon ältlicher Mann, der früher Kapudan-Baffa des Großherrn gewesen, jetzt aber sich mit seinen gesammelten Reichthümern zur Ruhe gesetzt habe.

Mustapha wollte von Anfang sich gleich wieder zu Pferd setzen, um dem Thiuli-Kos, der kaum einen Tag Vorsprung haben konnte, nachzueilen. Als er aber bedachte, daß er, als einzelner Mann, dem mächtigen Reisenden doch nichts anhaben, noch weniger seine Beute ihm abjagen konnte, sann er auf einen andern

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