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ungemein, so daß er ihn gleich zur Tafel einlud. Chakamanka- budibaba erschien vor Thiuli, und als sie sich kaum eine Stunde besprochen hatten, beschloß der Alte, alle seine Sklavinnen der Kur des weisen Arztes zu unterwerfen. Dieser konnte seine Freude kaum verbergen, daß er jetzt seine geliebte Schwester wieder sehen solle, und folgte mit klopfendem Herzen Thiuli, der ihn ins Serail führte. Sie waren in ein Zimmer gekommen, das schön ausgeschmückt war, worin sich aber niemand befand. „Chain- baba oder wie tu heißt, lieber Arzt," sprach Thiuli-Kos, „betrachte einmal jenes Loch dort in der Mauer, dort wird jede meiner Sklavinnen einen Arm hcrausstreckeii, und du kannst dann untersuchen, ob der Puls krank oder gesund ist." Mustapha mochte einwenden, was er wollte, zu sehen bekam er sie nicht; doch willigte Thiuli ein, daß er ihm allemal sagen wolle, wie sie sich sonst gewöhnlich befänden. Thiuli zog nun einen langen Zettel aus dem Gürtel, und begann mit lauter Stimme seine Sklavinnen einzeln beim Namen zu rufen, worauf allemal eine Hand aus der Mauer kam, und der Arzt den Puls untersuchte. Sechs waren schon abgelesen und sämmtlich für gesund erklärt, da laö Thiuli als die siebente „Fatme" ab, und eine kleine weiße Hand schlüpfte aus der Mauer. Zitternd vor Freude ergreift Mustapha diese Hand und erklärte sie mit wichtiger Miene für bedeutend krank. Thiuli ward sehr besorgt, und befahl seinem weisen Chakamankabudibaba, schnell eine Arznei für sie zu bereiten. Der Arzt ging hinaus, schrieb auf einen kleinen Zettel: „Fatme! Zch will dich retten, wenn du dich entschließen kannst, eine Arznei zu nehmen, die dich auf zwei Tage todt macht; doch ich besitze das Mittel, dich wieder zum Leben zu bringen. Willst du, so sage nur, dieser Trank habe nicht geholfen, und es wird mir ein Zeichen seyn, daß du einwilligst."

