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"ne Oeffnung eingebrochen, groß genug, um bequem durchschlüpfen zu können. Orbasan stieg zuerst durch und half den andern nach. Als sie alle im Hof waren, betrachteten sie die Seite des Schlosses, die vor ihnen lag, um die beschriebene Thüre zu erforschen. Aber sie waren nicht einig, welche es sey, denn als sie von dem rechten Thurm zum linken zählten, fanden sie eine Thüre, die zugemauert war, und wußten nun nicht, ob Fatme diese übersprungen oder mitgezählt habe. Aber Orbasan besann sich nicht lange; „mein gutes Schwert wird mir jede Thüre öffnen," rief er aus, ging auf die sechste Thüre zu, und die andern folgten ihm. Sie öffneten die Thüre und fanden sechs schwarze Sklaven auf dem Boden liegend und schlafend; sie wollten schon wieder leise sich zurückziehen, weil sie sahen, daß sie die rechte Thüre verfehlt hatten, als eine Gestalt in der Ecke sich ausrichtete und mit wohlbekannter Stimme um Hülfe rief. Es war der Kleine aus Orbasanö Lager. Aber ehe noch die Schwarzen recht wußten, wie ihnen geschah, stürzte Orbasan auf den Kleinen zu, riß seinen Gürtel entzwei, verstopfte ihm den Mund und band ihm die Hände auf den Rücken; dann wandte er sich an die Sklaven, wovon schon einige von Mnstapha und den zwei andern halb gebunden waren, und half sie vollends überwältigen. Man sehte den Sklaven den Dolch auf die Brust, und fragte sie, wo Nur- mahal und Mirzah wären, und sie gestanden, daß sie im Gemach nebenan seyen. Mustapha stürzte in das Gemach und fand Fatme und Zoraide, die der Lärm erweckt hatte. Schnell rafften diese ihren Schmuck und ihre Kleider zusammen und folgten Mustapha; die beiden Räuber schlugen indeß Orbasan vor, zu plündern, was man fände, doch dieser verbot es ihnen und sprach: „man solle 'nicht von Orbasan sagen können, daß er Nachts in die Häuser steige, um Gold zu stehlen." Mustapha und die Geretteten

