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schlupften schnell in die Wasserleitung, wohin ihnen Orbasan sogleich zu folgen versprach. Als jene in die Wasserleitung hinabgestiegen waren, nahm Orbasan und einer der Räuber den Kleinen und führten ihn hinaus in den Hof; dort banden sie ihm eine seidene Schnur, die sie deßhalb mitgenommen hatten, um den Hals und hingen ihn an der höchsten Spitze dcö Brunnens auf. Nachdem sie so den Verrath des Elenden bestraft hatten, stiegen sie selbst auch hinab in die Wasserleitung und folgten Mustapha. Mit Thränen dankten die beiden ihrem cdclmüthigen Retter Orbasan; doch dieser trieb sie eilends zur Flucht an, denn es war sehr wahrscheinlich, daß sie Thiuli-Koö nach allen Seiten verfolgen ließ. Mit tiefer Rührung trennten sich am andern Tag Mustapha und seine Geretteten von Orbasan; wahrlich, sie werden ihn nie vergessen. Fatme aber, die befreite Sklavin, ging verkleidet nach Balsora, um sich dort in ihre Hcimath einzuschiffen.
Nach einer kurzen und vergnügten Reise kamen die Mcinigen in die Hcimath. Meinen alten Vater tödtetc beinahe die Freude des Wiedersehens; den andern Tag nach ihrer Ankunft veranstaltete er ein großes Fest, an welchem die ganze Stadt Theil nahm. Vor einer großen Versammlung von Verwandten und Freunden mußte mein Bruder seine Geschichte erzählen, und einstimmig priesen sie ihn und den edlen Räuber.
Als aber mein Bruder geschlossen hatte, stand mein Vater auf und führte Zoraide ihm zu. „So löse ich denn," sprach er mit feierlicher Stimme, „den Fluch von deinem Haupte; nimm diese hin, als die Belohnung, die du dir durch deinen rastlosen Eifer erkämpft hast; nimm meinen väterlichen Segen, und möge es nie unserer Stadt an Männern fehlen, die an brüderlicher Liebe, an Klugheit und Eifer dir gleichen."

