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und da einen Griff in des Königs Kasse thun mochte, sagte ge­radezu : er hats gestohlen." Um nun ihrer Sache gewiß zu seyn, verabredeten sie sich, und der Obermundschenk Korchutz stellte sich eines Tages recht traurig und niedergeschlagen vor den Augen des Königs. Er machte seine traurigen Gebcrdeu so auffallend, daß ihn der König fragte, was ihm fehle.Ach," antwortete er,ich bin traurig, daß ich die Gnade meines Herrn verloren habe."Was fabelst du, Freund Korchutz," cntgegnete ihm der König,seit wann hätte ich die Sonne meiner Gnade nicht über dich leuchten lassen?" Der Obermundschenk antwortete ihm:daß er ja den geheimen Oberläuser mit Gold belade, seinen armen treuen Dienern aber nichts gebe."

Der König war sehr erstaunt über diese Nachricht, ließ sich die Goldausthcilungcn des kleinen Muck erzählen, und die Ver­schworenen brachten ihm leicht den Verdacht bei, daß Muck auf irgend eine Art das Geld aus der Schatzkammer gestohlen habe. Sehr lieb war diese Wendung der Sache dem Schatzmeister, der ohnehin nicht gerne Rechnung ablegte. Der König gab daher den Befehl, heimlich aus alle Schritte des kleinen Muck Acht zu geben, um ihn wo möglich auf der That zu ertappen. Als nun in der Nacht, die auf seinen Unglückstag folgte, der kleine Muck, da er durch seine Freigebigkeit seine Kasse sehr erschöpft sah, den Spaten nahm und in den Schloßgarten schlich, um dort von seinem geheimen Schatze neuen Vorrath zu holen, folgten ihm von weitem die Wachen, von dem Küchenmeister Ahuli und Archaz, dem Schatzmeister, an­geführt, und in dem Augenblicke, da er das Gold aus dem Topf in sein Mäntclcin legen wollte, fielen sie über ihn her, banden ihn und führten ihn sogleich vor den König. Dieser, den ohnehin die Unterbrechung seines Schlafes mürrisch gemacht hatte, empfing seinen armen geheimen Oberleibläufer sehr ungnädig, und stellte sogleich das Verhör über ihn an. Man hatte den Topf vollends aus der Erde