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ist ein altes Sprüchwort, der Schuster bleibe bei feinem Leisten; es scheint, als solltest du bei der Nadel bleiben. Zwar hast du meine Gnade nicht verdient, aber es hat jemand für dich gebeten, dem ich heute nichts abschlagen kann; drum schenke ich dir dein armseliges Leben, aber wenn ich dir guten Rath geben soll, so beeile dich, daß du aus meinem Lande kommst."

Beschämt, vernichtet, wie er war, vermochte der arme Schnei- dergeselle nichts zu erwidern; er warf sich vor dem Prinzen nie­der und Thränen drangen ihm aus den Augen;könnt Ihr mir vergeben, Prinz?" sagte er.

Treue gegen den Freund, Großmuth gegen den Feind ist des Abassiden Stolz," antwortete der Prinz, indem er ihn aufhob, gehe hin im Frieden."£> du mein ächter Sohn!" rief gerührt der alte Sultan, und sank an die Brust des Prinzen; die Emirs und Baffas und alle Großen des Reiches standen auf von ihren Sitzen und riefen Heil dem neuen Königssohne, und unter dem allgemeinen Jubel schlich sich Labakan, sein Kästchen unter dem Arm, aus dem Saale.

Er ging hinunter in die Ställe des Sultans, zäumte sein Roß Murva auf und ritt zum Thore hinaus, nach Alessaudria. Sein ganzes Prinzeuleben kam ihm wie ein Traum vor, und nur das prachtvolle Kästchen, reich mit Perlen und Diamanten geschmückt, erinnerte ihn, daß er doch nicht geträumt habe.

Als er endlich wieder nach Alessandria kam, ritt er vor das HauS seines alten Meisters, stieg ab, band sein Rößlein an die Thüre und trat in die Werkstatt. Der Meister, der ihn nicht gleich kannte, machte ein großes Wesen und fragte, was ihm zu Dienst stehe; als er aber den Gast näher ansah und seinen alten Labakan erkannte, rief er seine Gesellen und Lehrlinge herbei, und alle stürzten sich wie wüthend auf den armen Labakan, der keines