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solchen Empfangs gewärtig war, fließen und schlugen ihn mit Bügeleisen und Ellenmaß, stachen ihn mit Nadeln und zwickten ihn mit scharfen Schccrcn, bis er erschöpft auf einen Hausen alter Kleider niedersank.
Als er nun so dalag, hielt ihm der Meister eine Strasrcdc über das gestohlene Kleid; vergebens versicherte Labakan, daß er nur deßwegen wieder gekommeil scp, um ihm alles zu ersetzen, vergebens bot er ihm den dreifachen Schadenersatz, der Meister und seine Gesellen fielen wieder über ihn her, schlugen ihn weidlich und warfen ihn zur Thüre hinaus; zerschlagen und zersetzt stieg er auf das Roß Murva und ritt in eine Karavanserci. Dort legte er sein müdes schmerzendes Haupt nieder und stellte Belrachtungcn an über die Leiden der Erde, über das so oft verkannte Verdienst und über die Nichtigkeit und Flüchtigkeit aller Güter. Er schlief mit dem Entschluß ein, aller Größe zu entsagen und ein ehrsamer Bürger zu werden.
Und den andern Tag gercute ihn sein Entschluß nicht, denn die schweren Hände dcö Meisters und seiner Gesellen schienen alle Hoheit auS ihm hcrausgeprügclt zu haben.
Er verkaufte um einen hohen Preis sein Kästchen an einen Juwelenhändler, kaufte sich ein Haus und richtete eine Werkstatt zu seinem Gewerbe ein. Als er alles gut in Ordnung und auch einen Schild mit der Aufschrift „Labakan, Kleidcrmacher" vor sein Fenster gehängt hatte, setzte er sich und begann mit jener Nadel und dem Zwirn, die er in dem Kästchen gesunden, den Nock zu flicken, welchen ihm sein Meister so grausam zersetzt hatte. Er wurde von seinem Geschäft abgerufen, und als er wieder an die Arbeit wollte, welch sonderbarer Anblick bot sich ihm dar. Die Nadel nähte emsig fort, ohne von Jemand geführt zu werden, sie machte seine, zierliche Stiche, wie sie selbst Labakan in seinen kunstreichsten Augenblicken nicht gemacht hatte!

