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ein leinener." — „Nichts nutz," sagt ein anderer, »es war die nämliche Wolle. Der Rock wurde dem Schaf auf den Rücken gelegt. Trug es den Rock, so trug es auch die Wolle. Haben nicht in: letzten Krieg die russischen Kavallericpfcrde Stiefel getragen? Aber wie? An des Reiters Beinen." — „Nichts nutz," sagt der Hausfreund, „das Schaf trug am nämlichen Tage seine eigene natürliche Wolle, wie sie ihm aus der Haut herausgewachsen war, und der Mensch den Rock funknagelnen von der nämlichen Wolle. Bicle Leute in der Stadt Meiningen in Sachsenland wollten auch nicht glauben, daß es möglich sei. „Es gilt das und das," sagte der eine. — „Es soll gelten,« sagte der Tuchfabrikant, Herr Georg Wagner alldort. Also machte er zuerst alle nöthigen Anstalten. Als die Anstalten gemacht waren, wurde früh halb vier Uhr ein Schaf geschoren, dann die Wolle gewollt und mit Baumöl eingefettet. Der Hausfreund versteht's, wie man kunst- und handwerksmäßig spricht. Jetzt war cö vier Uhr. Um vier Uhr wurde die Wolle in das MaschinenhauS gebracht, auf der Kempelmaschine verlegt, dann auf die Lochmaschine gebracht, dann auf der Spinnmaschine vorgesponnen und fein gesponnen, dann abgeschweift. Es war erst halb sechs Uhr, weil auf der Maschine Alles gar vielfach und geschwind geht. Jetzt wurde die gesponnene Wolle in die Webstube gebracht, zum Zeddel gespult, fett gemacht und gestärkt. Alles war in einer halben Stunde gethan. Aber bis sie herausgebracht, trocken gemacht und auf den Stuhl gezogen werden konnte, kam acht Uhr in'S Land. Jetzt wurde angeknüpft, zum Schuß fertig gemacht und gewoben. Um zehn Uhr war die Wolle Tuch. Jetzt auf die Walkmühle. Jetzt zum Tuchscherer, wo es durchgeraut und zugerichtet wurde. Um halb zwei Uhr

