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Schneider: »Ich finde hinlängliche Entschädigung in dem Ge­fühl, Ihnen helfen zu können. Benutzen Sie Alles, was ich habe! Sehen Sie mein Haus und meinen Garten als den Ihrigen an." So kurz weg und ab, wie ein Kaiser oder König spricht, wenn eingefaßt in Würde die Güte hervorblickt. Denn nicht nur die hohe fürstliche Geburt und Großmuth, sondern auch die liebe häusliche Demuth giebt, ohne es zu wissen, bisweilen den Herzen königliche Sprüche ein, Gesin­nungen ohnehin. Jetzt führte er sie freudig, wie ein Kind, in der Stadt bei seinen Freunden herum, und machte Staat mit ihnen. Der Kalender hat jetzt nimmer Zeit und Raum genug» alles Gute zu rühmen, was er seinen Freunden er­wies. So sehr sie zufrieden waren, so wenig war er es. Jeden Tag erfand er neue Mittel, ihnen den unangenehmen Zustand der Kriegsgefangenschaft zu erleichtern und das fremde Leben in Asten angenehm zu machen. War in der lieben Hcimath ein hohes Geburts- oder NamenSfest, es wurde am nämlichen Tag von den Treuen auch in Asten mit Gastmahl, mit Vivat und Freudeuseuer gehalten, nur etwas früher, weil dort die Uhren falsch gehen. Kam eine frohe Nachricht von dem Vorrücken und dem Siege der hohen Alliirtcn in Deutsch­land an: der Schneider war der Erste, der sie wußte, und seinen Kindern er nannte sie nur noch seine Kinder mit Freudenthräne» zubrachte, darum, daß sich ihre Erlösung nahte. Als einmal Geld znr Unterstützung der Gefangenen aus dem Vaterland ankam, war die erste Sorge, ihrem Wohl­thäter seine Auslagen zu vergüten. »Kinder," sagte er, »ver­bittert mir meine Freude nicht."Vater Egetmaier," sagten sie,thut unserm Herzen nicht wehe!" Also machte er ihnen zum Schein eine kleine Rechnung, nur um sie nicht zu betrübe»